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Klassische Kultur und Gegenwartskunst in Persien

Klassische kultur und Gegenwartskunst in Persien

Ein Exkurs durch die persische Kulturgeschichte von der Antike bis heute

Reiseprogramm

1. Tag (Mi): Willkommen in Persien

Anreise von Zürich via Istanbul nach Shiraz mit Ankunft in der Nacht. 4 Übernachtungen in Shiraz.

2. Tag (Do): Shiraz, «Garten des Iran»

Shiraz liegt im südlichen Zāgros-Gebirge auf etwa 1500 m in der Provinz Fars, der ursprünglichen Heimat der Perser und Perserinnen. Es ist eine grüne Metropole mit zahlreichen Gartenanlagen. Der Garten Bagh-e Jahan Nama reicht in die timuridische Zeit zurück und versprüht den Hauch der Seidenstrasse. Shiraz gilt auch als Rosen- und Nachtigallenstadt, weil hier die grossen Dichter lebten und zu ihren Meisterwerken inspiriert wurden. Wir besuchen das im Volk geschätzte Grab des Hafez. Eine kleine Wanderung auf den Hausberg zur Zeit des Sonnenuntergangs wird uns zu eigenen poetischen Interpretationen verleiten.

3. Tag (Fr): Tagesausflug Firuzābād

Nach einer abwechslungsreichen Bergfahrt erreichen wir Firuzābād, die sassanidische Stadt, die zum Ruhme des Ardaschir erbaut wurde. Der Herrscher hat das altorientalische Ideal einer Kreisstadt ebenso verwirklicht, wie mit seinem Palast den Prototypen der persischen Moschee geliefert. Abends Rückfahrt nach Shiraz.

4. Tag (Sa): Basar-Labyrinth und pinke Erinnerungen

Shiraz hat mit dem Vakil-Basar, dessen Bau im 10. Jahrhundert begann, den wohl schönsten Marktbereich Irans. Wir gönnen uns einen Rundgang durch dieses Labyrinth mit all den Farben und Lichtern, Düften und Gerüchen. Der Besuch der kleinsten Gartenanlage Shiraz, Bagh-e Naranjestan, verleiht uns einen Eindruck eines kadscharischen Wohnhauses im Orangenhain. Und der Aufenthalt in der Nasir-ol-Molk-Moschee wird uns pinke Erinnerungen bescheren!

5. Tag (So): Persepolis

Persepolis heisst eigentlich Takt-e Jamšīd bzw. Thron des Dschamschid. Dschamschid war einer jener Urkönige, die im Shahnahmeh, dem iranischen Nationalepos, beschrieben werden. Historisch ist der Ort eine Gründung der Achämeniden zur Feier des Neujahrs. Wir besuchen eine überaus spannende archäologische Stätte mit beeindruckenden Säulenkapitellen und atemberaubenden Reliefs. Palast mit Thronsaal (Apadana), Propaganda (Armee und Religion) und Prestige der Gräber (Naqsch-e Rostam) werden uns den ganzen Tag beschäftigen und begeistern. Mittagessen im Gartenrestaurant zwischen Palast und Gräbern unweit von Naqsch-e Radschab.
1 Übernachtung in Persepolis.

6. Tag (Mo): Palastruinen im Zāgros-Gebirge

Die altpersische Residenzstadt Pasargad befindet sich auf einem Hochplateau im Zāgros-Gebirge auf 1900 m. Zwischen den Palastruinen und dem königlichen Grabmal von Kyros II. ist das ausgeklügelte Bewässerungssystem erkennbar. Fahrt durch die Wüste nach Isfahan. 2 Übernachtungen in Isfahan.

7. Tag (Di): Isfahan ist die Hälfte der Welt

Esfahān nesf-e Jahān – Isfahan ist die Hälfte der Welt! Isfahan zeigt die Handschrift der Safawiden mit herrlichen Perlen der Architektur. 1598 wurde Isfahan zur Hauptstadt des Safawiden-Schahs Abbas I., der für den Ausbau der Stadt ca. 30'000 Künstler und Handwerker aus dem ganzen Land nach Isfahan holte. Der Sturm der Mongolen hat sich hier beruhigt und der Austausch zwischen Ost und West wurde überaus fruchtbar. Einem Traum aus tausendundeiner Nacht kommt der Spaziergang auf dem Hauptplatz (Meidān-e Emām) und in seiner näheren Umgebung gleich: Palast, Garten, Pavillons, Haupt- und Frauenmoschee, Basar und alte Freitagsmoschee. Besuch der Galerie des Miniaturenmalers Mostafa Fotowat.

8. Tag (Mi): Kaschan, Hauptstadt der Kacheln

Auf dem Weg nach Teheran besuchen wir die Stadt Kaschan, Hauptstadt der Kacheln. Hier gibt es wunderschöne Wohnhäuser zu besichtigen und mit dem Fin-Garten, Bāgh-e Fin, ist ein Paradies im besten Sinn des Wortes erschaffen worden. Ankunft in Teheran gegen Abend. 4 Übernachtungen in Teheran.

9. Tag (Do): Kunst der Gegenwart

Teheran ist eine Stadt, in der unglaublich viel Gegenwartskunst pulsiert. Dennoch lassen wir uns das Reza Abbasi Museum nicht entgehen, das orientalische Kunstschätze und persische Miniaturen beherbergt. Nachmittags besuchen wir eine Künstlerin und einen Künstler in ihren Ateliers. Die zeitgenössische Kunst Irans ist spätestens seit der Jahrtausendwende ins Gespräch gekommen und hat die internationale Szene aufhorchen lassen. Im Austausch mit den Künstlern erhalten wir Einblicke in deren Arbeiten. Gemeinsam dinieren wir mit ihnen im Iranian Artist Forum, das wegen der Lage in der Stadtmitte im Honarmandan Park pulsierender Anziehungspunkt der Kreativszene ist.

10. Tag (Fr): Vintage-Basar und zeitgenössische Galerien

Vormittags streifen wir durch den berühmten Vintage-Bazar, der sich in einem ehemaligen Garagenturm befindet. Es können alte Stoffe, Kleider, Schmuck oder Fotografien aus den vergangenen Jahrhunderten in Persien bestaunt und gekauft werden. Traditionell eröffnen freitags ab 17 Uhr die zeitgenössischen Galerien, deren Ausstellungen in der Regel nur zwei Wochen dauern. Wir besuchen die renommiertesten von ihnen und begegnen Kunstschaffenden, Kuratoren und Galeristinnen.

11. Tag (Sa): Der letzte Schah von Persien

Morgens erhalten wir Einblick in die einstige Residenz des letzten Schahs von Persien, die von beachtlicher Dekadenz ist. Auch ist der Norden Teherans mit seinen vielgepriesenen kühlen Orten – der Begriff «Shemiranat» fasst diese ehemaligen Dörfer zusammen – einen Aufenthalt wert. Hier erwarten uns zwei weitere Künstler/innen in ihren Ateliers, um mit uns über ihre Arbeiten zu sprechen. In ihrer Begleitung schliessen wir unsere Reise auf dem Darband ab, wo wir auf einem der im Fluss installierten Teppichpodeste, ganz im Stil der Einheimischen, zu Abendessen werden.

12. Tag (So): Abschied von Persien

Der Vormittag steht für weitere Besichtigungen in Eigenregie zur Verfügung. Am Nachmittag Heimflug von Teheran via Istanbul nach Zürich.

Die Reise führt uns in das Kernland Persiens nach Shiraz, Isfahan und Teheran. Wir erleben die persische Kulturgeschichte und vielfältige Dichtkunst rund um Shiraz, wir begegnen der genialen Handschrift der Safawiden mit ihren herrlichen Perlen der Architektur in Isfahan und wir öffnen das Fenster zur zeitgenössischen Kunst in Teheran, die gesellschaftliche Liberalisierung einfordert. Das moderne Leben wurzelt in alten Traditionen, die Hürden des Alltags verführen zu seiner poetischen Interpretation und die Kunst ist das Lebenselixier!

Preise

ab/bis Zürich

Einzelzimmerzuschlag

Visum inkl. Einholung

Mindest-Teilnehmerzahl: 14, maximal 18

Fr.

Fr.

Fr.

5280.–

470.–

100.–

Leistungen

  • Flüge mit Turkish Airlines Zürich - Shiraz / Teheran - Zürich
  • Bequemer Bus, Eintritte und Führungen
  • Gute Mittelklassehotels
  • Vollpension
  • Klimaneutral durch CO2-Kompensation

Nach dem Studium der Literatur und Kunstgeschichte an den Universitäten Bern, Basel und Graz arbeitete Andreas Jahn als Kunstvermittler im Zentrum Paul Klee in Bern und im Museum Franz Gertsch. Er gestaltet mit grossem Erfolg Kurse, Kunstanlässe sowie thematische Studienreisen.

konzept & Leitung

Andreas Jahn

zusammen mit:

Susann Wintsch

Susann Wintsch zeigt unter dem kuratorischen Label TREIBSAND Gegenwartskunst aus Westasien. Ausstellungen zu Gegenwartskunst aus Teheran, Istanbul, Kabul, Palästina und dem ehemalige Jugoslawien wurden etwa im Museum Rietberg, im Forum Schlossplatz Aarau und auf DVD gezeigt und sind fortlaufend auf www.treibsand.ch zu sehen. Ihre vielfältigen Beziehungen innerhalb der Kunstzene Teherans ermöglichen Begegnungen mit Künstlern und Atelierbesuche in der iranischen Hauptstadt.

12 Reisetage

21.10. - 01.11.20 (Mittwoch bis Sonntag)

rhz reisen
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Postfach
5400 Baden
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Montag - Freitag
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