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Die Seidenstrasse: Eine andere Sicht der Welt

Die seidenstrasse: eine andere sicht der welt

Architektur und Städtebau im Wandel der Zeit

Reiseprogramm

1.-2. Tag (Mo-Di): Anreise zur Seidenstrasse

Abendflug von Zürich nach Bischkek, wo wir am nächsten Morgen ankommen. Wir beginnen unsere Reise mit der Besichtigung einer Stadt, die aus einer Karawanenstation an der Seidenstrasse hervorgegangen ist. Auch wenn die Unabhängigkeit Kirgisistans mehr als 25 Jahre her ist, ist die Hauptstadt des Landes voller faszinierender Gebäude im sowjetischen Stil.
2 Übernachtung in Bischkek.

3. Tag (Mi): Die Perle von Kirgisistan

Auf dem Weg zum Issyk Kul-See besuchen wir den Burana-Turm in der antiken sogdischen Stadt Balasagun. Der Issyk Kul-See, umrahmt von schneebedeckten Gebirgsketten, bietet eindrucksvolle Panoramen. Bei unserer Erkundung folgen wir der Erzählung «Der weisse Dampfer» von Tschingis Aitmatov. 1 Übernachtung in Cholpon-Ata.

4. Tag (Do): Zum malerischen Song Kul

Weiterreise Richtung Süden in die Berge, bis wir den Song Kul-See erreichen. Die umgebende Hochebene wird in den Sommermonaten von Schafherden und Pferden beweidet, deren Hirten mit ihren Familien ihre Jurten auf den Weiden aufstellen. Wir fahren weiter über den 3660m hohen Kasarman-Pass und durch die gebirgige Region von Toguz-Toro entlang der Südflanke der Karakatty-Gebirgskette, wo wir im Dorf Kasarman erwartet werden. 1 Übernachtung in einer Jurte.

5. Tag (Fr): Kulturelles Zentrum Zentralasiens

Fahrt aus den Bergen in zwei bedeutende Städte der Seidenstrasse: Ösgön und Osch. Ösgön, mit dem einzigen vollständig erhaltenen mittelalterlichen Minarett und drei prächtigen Mausoleen, gehört zu den interessantesten orientalischen Städten Kirgisistans. Anschliessend Fahrt ins Ferghanatal, das kulturelle Zentrum Zentralasiens. Mehr als zehn Millionen Menschen und damit zwanzig Prozent der Bevölkerung Zentralasiens leben in dem lediglich 300 km langen und knapp 110 km breiten Tal. Abends erreichen wir Osch, wo wir übernachten.

6. Tag (Sa): Entlang der Seidenstrasse

Osch gilt in Kirgisistan als die Stadt mit der längsten Geschichte. Aufgrund ihrer Lage am östlichen Ende des Ferghanatals, an der Kreuzung grosser Karawanenwege, gelangte die Stadt zu Bedeutung und Reichtum. Damals wie auch heute führen die Handelsrouten über den Irkeschtam-Pass nach China und über den Kyzyl-Art-Pass in den Pamir. Spaziergang zum Suleiman-Berg, der wegen seiner Bedeutung als Wallfahrtsort zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde. Weiterfahrt und 2 Übernachtungen in Andijon.

7. Tag (So): Babur, Begründer der Mogul-Dynastie

Andijon - die grösste Stadt des Ferghanatals - wird immer mit Zahir al-Din Muhammad Babur verbunden sein. Wir besuchen das Babur House, das sich an der Stelle des königlichen Palastes befindet und konzentrieren uns insbesondere auf die Autobiografie Baburs, das Baburnama, eine umfangreiche Erinnerung an ein faszinierendes, turbulentes Leben. Danach besuchen wir eine der interessantesten historischen Stätten des Ferghanatals; die Ruinen der antiken Siedlung Ershi.

8. Tag (Mo): Das goldene Tal

Marg'ilan ist der drittgrösste Seidenproduzent der Welt. Wir besuchen eine Seidenfabrik, in der wir die traditionelle Methode der Seidenherstellung vom Kokon bis zum Weben der schillernden Stoffe erkunden. Weiterfahrt über Ferghana Stadt, die 1876 als regionales Zentrum für die Ölförderung gegründet wurde, nach Rishton, wo wir eine stillgelegte Keramikfabrik besuchen. Abends erreichen wir Kokand. 1 Übernachtung in Kokand.

9. Tag (Di): Orientalische Paradiese

Am Vormittag besichtigen wir den Palast des Xudayar Khan. Nur drei Jahre nach seiner Fertigstellung sprengten die Truppen des Zaren die Festungsasanlage und schafften das Khanat ab. Durch kleine Gassen wandern wir zum Friedhof der Khane. Weiterreise entlang des Kayrakkum-Stausees nach Tadschikistan, in die Stadt Khujand. Zu Sowjetzeiten wurde die Region für den Uranabbau erschlossen. Chkalovsk, «Atomabad», war eine geschlossene Stadt mit einer Fabrik zur Urananreicherung. 1 Übernachtung in Khujand.

10. Tag (Mi): Nomadenland

Wir fahren hinauf nach Istaravchan und besichtigen den kleinen historischen Stadtkern, ein faszinierendes Labyrinth aus Lehmziegelbauten. Unsere Reiseroute überquert die Turkestankette und führt hinab ins Serafschan-Tal. Weiterfahrt nach Pendjikent, das einst als Handelsstadt an der Seidenstrasse in enger Verbindung zu Samarkand stand. Besichtigung der antiken Überreste aus dem 5. Jahrhundert. Weiterreise nach Samarkand in Usbekistan. 3 Übernachtungen in Samarkand.

11. Tag (Do): Sagenumwobenes Samarkand

Ihre Blütezeit verdankt die Stadt einer epochalen Herrscherpersönlichkeit, Timur Lenk. Seiner Hinterlassenschaft begegnen wir auf Schritt und Tritt. Wir beginnen unsere Besichtigung auf dem Registan-Platz mit den drei zum Platz hin angeordneten prächtigen Medresen. Anschliessend Besuch des Mausoleum Ruchabad und des prächtigen Mausoleum Gur-Emir mit dem Kenotaph Timurs. Abends kochen wir gemeinsam mit einer lokalen Familie ein traditionelles Plov-Essen.

12. Tag (Fr): Von den Timuriden zum Mogulreich

Besuch der Gräberstadt Schahi-Sinda, eine der bekanntesten Nekropolen Zentralasiens. Die reich verzierten Mausoleen wurden zwischen dem 9. und 19. Jh. errichtet. Besuch der imposanten Ruine Bibi Khanum und Fahrt zum Observatorium des Ulug Beg, wo er und seine Astronomen Al-Kashi und Qadi Zada die Schiefe der Ekliptik und das Sternenjahr mit einer Genauigkeit bestimmten, die erst hundertfünfzig Jahre später von Tycho Brahe übertroffen wurde.

13. Tag (Sa): Museumsstadt Buchara

Bahnfahrt auf der «Neuen Seidenstrasse», die Zentralchina mit Samarkand, Teheran, Istanbul, Duisburg und schliesslich Rotterdam verbindet. Wir beginnen unseren Besuch in Buchara mit der Besteigung des 46 m hohen Kalan Minaretts. Schon im 12. Jh. wies es den Pilgern den Weg zur Heiligen Stadt. Weitere Höhepunkte sind die Kalan Moschee und die Medresse Mir-e-Arab, über deren Pforte steht «Streben nach Wissen - ist Pflicht aller Muslime, jedes Manns und jeder Frau». Am Lyabi-Hauz spiegeln sich die Fassaden der Medressen in einem Wasserbecken. 2 Übernachtungen in Buchara.

14. Tag (So): Herrscher und Mystiker

Besuch des Ark und der Bolo-Hovuz Moschee. Wir gehen weiter zur Medresse Kosh und zum Samaniden-Mausoleum. Buchara verdankt seine Bedeutung unter anderem dem Wirken des Mystikers Bahâ’ al-Dîn Naqshband, dessen hervorragend restaurierte Klosteranlage wir am Nachmittag besuchen. Im fruchtbaren Umland besichtigen wir Sitorai Mokhi-Khosa, den Sommerpalast des letzten Emirs von Buchara, ein kitschiges Märchenschloss, das den Einfluss europäisch-russischer Architektur vorwegnimmt.

15. Tag (Mo): Auf der Seidenstrasse

Bahnfahrt durch die Wüste Kizil Kum zum Amu Darya, dem Oxus der Griechen, und über eine Brücke durch die Wasserverteilungsanlage, die das noch vorhandene Wasser zwischen Turkmenistan und Usbekistan aufteilt, nach Chiwa. Wir beginnen den Besuch der Festungsstadt mit einem Spaziergang auf der intakten Stadtmauer. 2 Übernachtungen in Chiwa.

16. Tag (Di): Chiwa: Urbane Oase am Oxus

Wir durchstreifen die Itchan Kala, die nicht so sehr von einzelnen Bauten, sondern vom unvergleichlichen städtischen Aufbau geprägt ist. Wir erkunden die Juma Moschee, das Pachlavon-Machmud-Mausoleum, eines der schönsten Gebäude in der Altstadt. Abschluss der Besichtigungen bildet der Tasch-Chauli Palast.

17. Tag (Mi): Der Louvre der Steppen

Fahrt über Toprak Kala, einer antiken choresmischen Stadt und Chilpyk Kala, einem zoroastrischen Turm des Schweigens, nach Nukus. Besuch der Savitsky-Sammlung, die vom Guardian als «eines der herausragendsten Museen der Welt» bezeichnet wurde. Die Sammlung von Avantgardekunst aus Zentralasien und Russland, die zweitgrösste überhaupt, ist schlicht atemberaubend. 1 Übernachtung in Nukus.

18. Tag (Do): Das Ende der Zivilisation

In Mo’ynoq ist die Tragödie des Aralsees sichtbar. Früher eines der grossen Fischerdörfer am See, liegt die Fangflotte heute auf dem Sand des ehemaligen Seegrundes. Der Kurzbesuch ist eindrücklicher, als es vielen lieb sein mag. Rückfahrt nach Nukus und Flug nach Taschkent. 2 Übernachtungen in Taschkent.

19. Tag (Fr): Architektonisches Labor der Seidenstrasse

Den Wiederaufbau Taschkents nach einem Erdbeben nutzte die sowjetische Führung dazu, architektonisch die Völkerfreundschaft unter den Sowjetrepubliken zu demonstrieren. Ein Stadtspaziergang führt durch dieses Freilichtmuseum sowjetischer Baukunst.

20. Tag (Sa): Die schönsten Plattenbauten der Welt

Zu Fuss und mit der Metro besuchen wir verschiedene Quartiere der Stadt, darunter die ersten seriellen Wohnbauten und die Kaskaden-Häuser an der Bobur Kochasi. Abschluss bildet der wohl spektakulärste Bau der vierten Wiederaufbauphase, das Wohnhochhaus Schemtschuk der Architektin Odetta Aidinowa.

21. Tag (So): Abschied von der Seidenstrasse

In der Nacht Fahrt zum Flughafen und Rückflug über Istanbul nach Zürich.

Wir kehren die gewohnte Perspektive um: Der Nahe und Mittlere Osten, und nicht etwa Europa, gab über Jahrtausende den Takt der Weltgeschichte vor. Hier entstanden die ersten Hochkulturen und alle drei monotheistischen Weltreligionen - ein Reichtum an Gütern, Kultur und Wissen, der das Alte Europa seit jeher sehnsüchtig nach Osten blicken liess. Die Städte Transoxaniens, einst blühende Zentren grosser Reiche, fädeln sich wie Perlen auf das Band des alten Handelswegs. Schon der älteste Reiseführer, das »Si-yü-Tschuan« aus dem 1. Jh. v. Chr., beschreibt die Reize der Länder westlich von China.

Doch die zentralasiatische Architektur des 20. Jahrhunderts ist weitgehend unbekannt. Dabei vollzog sich während der Sowjetzeit so etwas wie eine architektonische Revolution. Zwischen den politischen Vorgaben Moskaus und den kulturellen Wurzeln der Völker Zentralasiens formten sich Städte und Gebäude, an denen sowohl die Utopie der Ingenieure als auch die Sensibilität der Handwerker abzulesen ist. Ein Freilichtmuseum sowjetischer Baukunst.

konzept & leitung:

Thomas Meyer-Wieser

Thomas Meyer-Wieser, Architekt (ETH/SIA/BSA) und Stadtplaner, beschäftigt sich seit seinem Studium an der ETH Zürich mit Baukunst und Städtebau der islamischen Welt. Von 1995 bis 2002 war er Lehrbeauftragter an der Abteilung Landschaftsarchitektur der Hochschule für Technik Rapperswil. In dieser Zeit begann er sich mit den legendären Gärten von Timur und Babur entlang der Seidenstrasse auseinanderzusetzen

21 Reisetage

03.10. - 23.10.2022 (Montag bis Sonntag)

Preise

ab / bis Zürich

Einzelzimmerzuschlag

Visum inkl. Einholung

Mindest-Teilnehmerzahl: 12, maximal 15

Fr.

Fr.

Fr.

7780.–

540.–

50.–

Leistungen

  • Linienflug Zürich - Bischkek / Taschkent - Zürich
  • Inlandflug Nukus–Taschkent
  • Bequemer Bus, Zugfahrten, alle Eintritte
  • Mittelklassehotels, 1 Übernachtung in Jurte
  • 17 Hauptmahlzeiten
  • Klimaneutral durch CO2-Kompensation
rhz reisen
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