Wo die Renaissance Blüten treibt
Gartenkunst, Medici-Villen und Italianità rund um Florenz
Die Renaissance hat das Verständnis des Menschen von Kultur und Natur grundlegend verändert. Dies zeigt sich auch darin, wie der Mensch seinerseits seine Umwelt gestaltet. Diesem Paradigmenwechsel spüren wir am Beispiel von Gartenkunst und Architektur, anhand einiger der künstlerisch wegweisendsten Anlagen der Renaissance-Zeit in und um Florenz, dem Zentrum des Wirkens der Medici, nach. Auch beim Genuss von Landschaft, Küche und Wohnkultur versuchen wir, uns an den Renaissancefürsten ein Beispiel zu nehmen.
REISEPROGRAMM
1. Tag (Mo): Wohnen in der Renaissance
Nach der Anreise mit Bahn und Bus stimmen wir uns auf die Renaissance ein: Wir logieren auf einem historischen Anwesen aus dem 14. Jahrhundert, das mit seinen alten Mauern und schönen Räumen viel von seiner Geschichte bewahrt hat. Bei einer Degustation testen wir, was der Weinkeller des Hauses zu bieten hat. Beim gemeinsamen Dîner lassen wir den ersten Tag gemütlich ausklingen. 3 Übernachtungen in Figline Valdarno.
2. Tag (Di): Gartenstadt Florenz
In Florenz öffnet eigens für uns der verwunschene Parco Torrigiani seine Pforten. Gleich in der Nähe lockt der Giardino di Boboli, einer der bedeutendsten Renaissancegärten Europas. Wer mag, kann anschliessend noch den Palazzo Pitti besuchen.
3. Tag (Mi): Zu den Wurzeln der Gartenkunst
Am Stadtrand von Florenz befinden sich zwei der bedeutendsten Medici-Anwesen der ersten Generation. Der Park der Villa Medicea di Castello gilt als eine der Keimzellen der europäischen Gartenkunst. Ein kurzer Spaziergang führt uns zur Villa Medicea La Petraia, deren prachtvolle Innenräume unter anderem eine Darstellung sämtlicher Medici-Villen beherbergen. Am Nachmittag besuchen wir die Villa Gamberaia bei Settignano – ein Meisterwerk der italienischen Gartenkunst mit herrlichem Blick über Florenz.
4. Tag (Do): Vive l’Empereur – et sa sœur!
In Lucca besuchen wir die Villa Reale di Marlia, einstiger Wohnsitz von Napoleons Schwester Elisa. Nach der Besichtigung der prachtvollen Gartenanlagen, der aussergewöhnlichen Nebengebäude und der Villa bleibt Zeit für einen individuellen Rundgang durch die historische Altstadt von Lucca. 2 Übernachtungen in Lucca.
5. Tag (Fr): Die grossen Villen der Lucchesia
Heute stehen die berühmten Villen der Lucchesia im Mittelpunkt. Im Park der privat bewohnten Villa Torrigiani hat sich ein eindrucksvolles Renaissance-Parterre erhalten. Gleich in der Nachbarschaft besuchen wir die Villa Mansi und am Rande des Pinocchio-Städtchens Collodi die berühmte Villa Garzoni, eine Art Endpunkt des Renaissance-Gartens à l’italianità. Den Abschied von der Toskana feiern wir bei einem köstlichen Dîner mit Wein.
6. Tag (Sa): Arrivederci Toscana
Nach dem Frühstück heisst es Abschied nehmen von der Toskana. Transfer zum Bahnhof in Florenz und Rückreise in die Schweiz.
Konzept und Leitung
Dr. Hans von Trotha
Literaturwissenschaft, Geschichte, Philosophie, Gartenkunst
Er hat über das Verhältnis von Literatur und Gartenkunst promoviert und beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Geschichte der europäischen Gärten. Einer der weltweit führenden Experten für Gartenkunst, kuratierte er die Rietberg-Gartenausstellung 2016 mit und hat mehrere Bücher zum Thema publiziert.
MEHR LESENReisedatum
03.05.2027 bis 08.05.2027
Dauer
6 Tage
Preis
ab/bis Bahnhof Zürich
CHF 3630.–
Zuschlag Einzelzimmer
CHF 340.–
Mindest-Teilnehmerzahl
14, maximal 25 Personen
Leistungen
- Zugfahrt Zürich – Florenz – Zürich in 1. Klasse, Basis Halbtax
- Bequemer Reisebus
- Alle Eintritte und Besichtigungen
- Ausgewählte 4*-Hotels inkl. Frühstück
- 5 Hauptmahlzeiten
- Klimaneutral durch CO2-Kompensation
In Zusammenarbeit mit