Wilhelm Lehmbruck in Paris - Kunsthaus Zürich
Wie Auguste Rodin und Aristide Maillol Wilhelm Lehmbruck inspirierten
Von 1910 bis 1914 hatte Wilhelm Lehmbruck in der französischen Kunstmetropole gelebt. In dieser für seine Karriere so wesentlichen Zeit wurde er durch das Oeuvre von Auguste Rodin und dasjenige von Aristide Maillol massgebend inspiriert. Auf unserer Reise besuchen wir das Musée Rodin, in dessen Garten die bedeutenden grossformatigen Werke des symbolistischen Bildhauers zu bewundern sind. Weitere wichtige Orte sind das Musée Maillol sowie das Musée d’Orsay, das ebenfalls Werke von beiden Künstlern zeigt.
REISEPROGRAMM
1.Tag (Fr): Der Weg zu Höllentor und Denker
Zugfahrt nach Paris. Nach der Ankunft in unserem Hotel im wunderbaren Marais-Viertel, einem der ältesten und beliebtesten in der französischen Metropole, begeben wir uns auf den Weg zu unserem ersten Highlight, dem Musée Rodin. In dem hochherrschaftlichen Gebäude aus dem 18. Jahrhundert werden vor allem bedeutende Skulpturen, Zeichnungen und Aquarelle Rodins ausgestellt. Aber auch beeindruckende Werke von Camille Claudel, von Claude Monet sowie von Vincent van Gogh sind hier zu entdecken. Im Anschluss werden wir uns mit Rodins weltberühmten Bronzeplastiken, etwa dem Höllentor und dem Denker, im Garten des 1919 eröffneten Museums befassen. Nicht weit vom Musée Rodin entfernt befindet sich die längste Strasse von Paris, die Rue de Vaugirard. Und ganz genau in dieser Strasse lebte Wilhelm Lehmbruck mit Frau und Kind in einem Zimmer, das gleichzeitig auch als Atelier und Lagerraum für seine grossformatigen Plastiken diente. 2 Übernachtungen in Paris.
2.Tag (Sa): Maillol, Rodin, Troubetzkoy: Leben im Werk
Nach dem Auftakt mit Rodin gilt der heutige Tag Aristide Maillol. Das Musée Maillol wurde 1995 von Dina Vierny, der letzten Muse und Modell des südfranzösischen Künstlers, gegründet. Wir werden hier das vielseitige Werk des einflussreichen Wegbereiters der modernen Bildhauerei: Bilder, Zeichnungen, Keramiken, Skulpturen sowie Bronzeplastiken kennenlernen. Interessant ist, dass Rodins Zeitgenosse stets als dessen Antipode bezeichnet wurde. Während Rodin stets höchste Anspannung und Bewegung in seinen expressiven Skulpturen suchte, galt Aristide Maillol in seinen weichen und wohlgeformten bildnerischen Werken die Harmonie als das höchste Prinzip. Nach einer Pause setzen wir unser Programm im Musée d’Orsay, dem Museum mit der weltweit umfangreichsten Sammlung impressionistischer Bilder, fort. Auch das bildnerische Werk Rodins, der – nach Rainer Maria Rilke – «nichts gelebt hat, was nicht in seinem Werke ist», wie auch dasjenige von Maillol werden hier gezeigt. Ausser der Sammlung werden wir die Ausstellung des italienischen Bildhauers Paul Troubetzkoy sehen. Energie und Bewegung in der Darstellung des Menschen sowie von Tieren war für ihn das wichtigste Ziel.
3. Tag (So): Berthe Weill – Pionierin des Kunstmarkts
Bevor wir am frühen Nachmittag wieder in die Limmatstadt zurückkehren, lernen wir Berthe Weill als wahrhaftig mutige und visionäre Pionierin des Kunstmarkts kennen. Sie wird als die erste Galeristin der Klassischen Avantgarde bezeichnet. Ihr Verdienst ist es, dass sie früher noch als andere Galeristen die Bedeutung von Künstlern wie Picasso und Modigliani und vor allem vieler Fauvisten, wie Matisse, Derain, Dufy oder de Vlaminck, entdeckte. Den wunderbaren Abschluss unserer Reise erleben wir in «der Sixtinischen Kapelle des Impressionismus» (Zitat des Malers André Masson), den beiden ovalen Räumen, die Monets faszinierenden «Nymphéas» gewidmet sind. Am Nachmittag Rückfahrt im Zug nach Zürich.
Konzept und Leitung
Dr. phil. Kerstin Bitar
Romanistin, Kunsthistorikerin und Kunstvermittlerin
Dr. Kerstin Bitar ist Kunsthistorikerin mit Schwerpunkt auf französisch- und deutschsprachiger Kunstkritik. Sie betreut seit 2019 die Sammlung Rosengart Luzern, ist Kunstvermittlerin in Zürich und Basel und stellv. Vorsitzende der Wilhelm Hausenstein Gesellschaft.
MEHR LESENReisedatum
14.11.2025 bis 16.11.2025
Dauer
3 Tage
Preis
ab/bis Zürich
CHF 1730.–
Einzelzimmerzuschlag
CHF 190.–
Mindest-Teilnehmerzahl
12, maximal 18
Leistungen
- Führung im Kunsthaus Zürich zur Reisevorbereitung
- Zugfahrt Zürich – Paris – Zürich in 1. Klasse, Basis Halbtax
- Öffentliche Verkehrsmittel in Paris
- Alle Eintritte und Besichtigungen
- Mittelklassehotel inkl. Frühstück
- 2 Hauptmahlzeiten
- Klimaneutral durch CO2-Kompensation