Weltkultur am Mekong
Auf der schönsten Route zu verschollenen Tempeln
Laos, das Herz Indochinas und «Land der Millionen Elefanten», ist spärlich besiedelt. Gebirge und Hochebenen machen zwei Drittel des Landes aus. Die sechs Millionen Einwohner gehören zu den unterschiedlichsten Völkern und Stämmen. Hier ist das tropische Klima weit angenehmer und weniger feucht als in den umliegenden Ländern und lässt eine vielfältige Vegetation gedeihen. Idyllische Flussfahrten, malerische Dörfer und Dschungelpfade sowie eine Zugfahrt mit dem neuen Hochgeschwindigkeitszug, der Laos mit China verbindet, prägen unsere Reise durch Laos. Überland reisen wir weiter nach Kambodscha, wo wir die wenig besuchten Tempelanlagen Preah Vihear und Beng Mealea besichtigen. Krönender Abschluss der Reise ist eines der grossen Wunder der Welt: Angkor, die vom Dschungel überwachsene Tempelruinenstadt des geheimnisvollen Khmer-Reiches. Wir lassen uns viel Zeit in Angkor und können so auch wenig besuchte Tempelanlagen erkunden und die Touristenströme vermeiden.
Reiseprogramm
1.–2. Tag (So-Mo): Ins Goldene Dreieck
Flug von Zürich via Bangkok nach Chiang Rai. Die Stadt liegt im berühmten «Goldenen Dreieck», wo Myanmar, Thailand und Laos aneinandergrenzen und einst die berüchtigten Drogenbarone herrschten. 2 Nächte in Chiang Rai.
3. Tag (Di): Heilig und herrscherlich: Chiang Rai
Chiang Rai ist eine Grossstadt mit bedeutender Geschichte: Sie wurde 1262/63 von König Mangrai auf einer alten Siedlung der Lawa und Mon gegründet und war für einige Zeit das Zentrum des Königreichs Lan Na. Innovation und Tradition dieser Stadt zeigen sich etwa an dem modernen buddhistischen Tempel Wat Rong Khun, gestaltet von dem thailändischen Künstler Chalermai Kositpipat, sowie dem sehr alten Tempel Wat Phra That Doi Chom Thong, in dem unter König Mangrai 1260 die Gründung der Stadt eschlos-sen wurde.
4. Tag (Mi): Auf Asiens Schicksalsstrom
Frühmorgens Fahrt über den Mekong nach Huay Say. Abwechslungsreiche Bootsfahrt auf dem Schicksalsstrom Asiens nach Pakbeng. Auf 1865 Kilometern fliesst er durch Laos. Wir landen in Pakbeng, einem der typischen Dörfer der Khmu- und Lao Loum-Minderheiten. 1 Übernachtung in Pakbeng.
5. Tag (Do): Die Höhle des Erleuchteten
Wir setzen unsere Bootsfahrt fort. Die malerischen Felsen von Pak Ou beherbergen in der Grotte von Tham Thing Tausende von Buddhastatuen. Schliesslich kommen wir in Luang Prabang an, wo wir 3 Mal übernachten.
6. Tag (Fr): Perle am Mekong: Luang Prabang
Wir lassen uns Zeit für die UNESCO-geschützte Perle des Landes, ihren Königspalast und die prächtigen Klöster und unzähligen Tempel mit kunstvollen Spiegelmosaiken und verschwenderischem Golddekor. Als 1353 das «Land der 1000 Elefanten» gegründet wurde, war hier für Jahrhunderte der Sitz der Könige von Laos.
7. Tag (Sa): Entspannen in Türkis
Frühmorgens ziehen viele Mönche durch die Strassen und erhalten ihre Speisen für den Tag. Ausflug zu den Kuang-Si-Wasserfällen, die sich über unzählige Kalksteinkaskaden in türkisfarbene Becken ergiessen, die zum Bade einladen. Zeit für eigene Entdeckungen.
8. Tag (So): Auf der neuen Seidenstrasse
Wir besteigen den Schnellzug, der uns in nur zwei Stunden in die Hauptstadt Vientiane bringt. Die Zugstrecke ist Teil der chinesischen «Belt and Road» Initiative und stellt die erste Zugverbindung von Laos in ein Nachbarland dar. 2 Übernachtungen in Vientiane
9. Tag (Mo): Entschleunigen in Vientiane
Verträumt am Mekong liegend, gilt Vientiane als die gemütlichste Hauptstadt Asiens. Noch heute ist der französische Einfluss im Stadtbild erkennbar. In unzähligen Tempeln und Pagoden widerspiegelt sich die religiöse Bedeutung der Stadt. Wir besuchen die Sehenswürdigkeiten wie die Goldene Stupa und den königlichen Tempel mit dem typischen Gefährt, dem dreirädrigen «Tuk-Tuk».
10. Tag (Di): Landliebe laotische Art
Ein kurzer Flug bringt uns nach Pakse, im Süden des Landes. Eine landschaftlich reizvolle Fahrt führt uns darauf zum von Tee und Kaffeeplantagen geprägten Bolaven-Plateau. In der schroffen, fruchtbaren Landschaft besuchen wir verschiedene Wasserfälle und idyllische Dörfer. 1 Übernachtung auf einer Kaffeeplantage auf dem Bolaven-Plateau.
11. Tag (Mi): Das Angkor Wat von Laos
Weiterfahrt zum Khmertempel Wat Phou, der archäologischen Hauptattraktion des Landes. Die ältesten Ruinen stammen aus dem 5./6. Jh. und sind 200 Jahre älter als die Ursprünge von Angkor. Im tropischen Dschungel befindet sich eine weitere Khmer Ruinenstätte. 1 Übernachtung in Champasak.
12. Tag (Do): 4000 Inseln
Weiterreise nach Süden, wo sich der Mekong in unzählige Wasserarme teilt und Inseln bildet. «4000 Inseln» nennen die Laoten das faszinierende Panorama des Mekong. Eine Bootsfahrt führt uns durch die einmalige Landschaft zur Insel Khon mit hübschen Holzhäusern aus der Kolonialzeit. Spaziergang zum eindrücklichen Taat Somphamit, den «Rasenden Stromschnellen». 1 Übernachtung in Don Khon.
13. Tag (Fr): Indochinesisches Dreiländereck
Nach einem kurzen Halt am Wasserfall von Khon Phapeng erreichen wir die kambodschanische Grenze, wo wir von Laos Abschied nehmen. In Stung Treng erhalten wir einen ersten Eindruck einer kambodschanischen Kleinstadt, bevor wir das Dorf Srah Em an der thailändischen Grenze erreichen. 2 Übernachtungen in Srah Em.
14. Tag (Sa): Die Tempelanlage Preah Vihear
Spektakulär auf einem Hügel gelegen, wurde die Tempelanlage ursprünglich als Einsiedelei gegründet. Ungewöhnlich ist, dass die Anlage von verschiedenen Königen unterstützt und erweitert wurde, was an den verschiedenen Baustilen zu erkennen ist. In jüngerer Zeit wurde die Anlage auch durch die Grenzstreitigkeiten bekannt, da Thailand wie Kambodscha Anspruch auf die Anlage erheben. Der Gerichtshof in Den Haag hat in den 70er Jahren entschieden, dass die Anlage, die inzwischen ins Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen wurde, zu Kambodscha gehört.
15. Tag (So): Spirituelle Waldeinsamkeit
Unsere Fahrt führt durch die kambodschanische Ebene, die teils noch von Dschungel bewachsen ist, nach Koh Ker. Mitten im Urwald erkunden wir die wenig besuchte und kaum restaurierte Tempelanlage Beng Mealea. In der vom Dschungel überwachsenen Anlage fühlen wir uns wie die ersten Besucher. Am Abend erreichen wir Siem Reap, Ausgangspunkt für den Besuch der Ruinen von Angkor. 5 Übernachtungen in Siem Reap.
16.–19. Tag (Mo–Do): Verwunschenes Angkor
Wir lassen uns viel Zeit für die Erkundung von Angkor, der grössten Ausgrabungsstätte der Welt. Dies ermöglicht uns, auch weniger bekannte, aber nicht minder interessante Tempelgruppen zu besuchen und den Touristenmassen auszuweichen. Höhepunkte unserer Besichtigungen sind unter anderem der Bayon mit seinen riesigen Gesichtern, Ta Prom, dessen Ruinen von der Natur zurückerobert werden, und Banteai Srei, der abgelegenste, aber am feinsten verzierte der vielen Tempel. Nicht zu vergessen natürlich Angkor Wat, der wohl grösste Tempel der Welt. Die Stadtanlage Angkor Tom, was «grosse Stadt» bedeutet, wird von einer über 12 Kilometer langen Stadtmauer mit Wassergraben umfasst, deren Tore von steinernen Dämonen bewacht werden. Eine willkommene Abwechslung wird auch ein Bootsausflug auf dem See Tonle Sap mit seinen schwim-menden Dörfern und Pfahlbauten sein.
20.–21. Tag (Fr–Sa): Vom Mekong an die Limmat Uns bleibt noch Zeit für letzte Besichtigungen. Im Laufe des Tages Rückflug via Bangkok nach Zürich, wo wir am nächsten Morgen ankommen.
Konzept und Leitung
Linda Christinger
Ethnologie und Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Fernost
Ihr Kulturinteresse vertiefte sie im Studium der Ethnologie und Kunstgeschichte. Nach Jahren als Galeristin ist sie heute Kunstvermittlerin, u. a. im Museum Rietberg. Mit fundiertem Wissen zu Asien und Ozeanien bringt sie ihren Gästen Kunst, Traditionen und Lebensweisen dieser Regionen lebendig näher.
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29.11.2026 bis 19.12.2026
Dauer
21 Tage
Preis
ab/bis Zürich
CHF 6730.–
Einzelzimmerzuschlag
CHF 980.–
Visum Kambodscha (inkl.)
CHF 50.–
Mindest-Teilnehmerzahl
14, maximal 20
Leistungen
- Flüge Zürich – Chiang Rai / Vientiane – Pakse / Siem Reap – Zürich
- Bequemer Reisebus
- Zugfahrt in 1. Klasse
- Alle Eintritte und Führungen
- Gute Mittelklassehotels, teilweise einfachere, aber gepflegte Unterkünfte
- Halbpension
- Klimaneutral durch CO2-Kompensation