UZH Alumni-Reise: Die kulturellen Schätze Perus
Archäologische Spurensuche und andine Kulturgeschichte
Tauchen wir ein in die uralte und überaus reiche Kulturgeschichte dieses einzigartigen Anden-Landes! Wir erkunden die geheimnisvollen Ruinen der ersten Zeremonialbauten in den weiten Flussoasen der Wüste an der Pazifikküste und das hinter den mächtigen Schneebergen gelegene UNESCO-Weltkulturerbe Chavín de Huántar mit seinen unvergleichbaren, dreitausend Jahre alten Steinskulpturen. Der erste Teil der Reise führt uns im Norden Perus zu den monumentalen Tempelruinen der Moche-Kultur mit ihren Prunkgräbern und zu den grossartigen neuen Museen. In der zweiten Hälfte der Reise besuchen wir das heilige Tal der Inka mit seinen berühmten archäologischen und kolonialzeitlichen Kultur-Highlights. Peru verwöhnt uns darüber hinaus mit seiner kreativen Küche, die weltweit zu den besten zählt, und natürlich mit seiner landschaftlichen Vielfalt. Die Route führt durch sehr unterschiedliche Klimazonen und viele Höhenstufen, teilweise abseits der üblichen Tourismuspfade. Die Reise ist daher für ausdauernde und erkundungsfreudige Personen geeignet.
Reiseprogramm
1. Tag (Sa): Anreise nach Peru
Am späteren Abend Flug von Zürich über Madrid nach Lima, wo wir am nächsten Morgen früh ankommen und für 2 Nächte die Hotelzimmer beziehen.
2. Tag (So): Historische Tour d’Horizon
Nach einer Erholung im Hotel besuchen wir am Rande von Limas Altstadt das Museo de Arte mit seinen Kunstschätzen und stimmen uns auf die Reise ein. Das Museum zeigt die ganze Kultur- und Kunstgeschichte und ist selbst ein geschichtsträchtiger Bau.
3. Tag (Mo): Limas Altstadt und Künstlerbezirk
Limas kolonialzeitliche Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Wir besuchen unter anderem das Monasterio San Francisco mit seinen Katakomben und Malereien sowie Amerikas älteste Universität, die 1551 gegründete Universidad Nacional Mayor de San Marcos. Mit Sicht auf den Pazifik in Barranco, Limas Künstlerviertel, schmeckt dann der Pisco Sour besonders gut.
4. Tag (Di): Zu den Moche-Prunkgräbern in Chiclayo
Die Stadt Chiclayo ist unter anderem für ihre wunderbar erfrischende Fischküche bekannt. Wir besuchen das Museo Tumbas Reales de Sipán in Lambayeque. Als der peruanische Archäologe Walter Alva in den 1980er Jahren Grabräuber auf frischer Tat ertappte und somit die Prunkgräber der Moche-Kultur rettete, beteiligte sich die Schweiz am Bau des einzigartigen Museums, dem wir einen ausführlichen Besuch widmen. 2 Übernachtungen in Chiclayo.
5. Tag (Mi): Auf den Spuren der ältesten Zeremonialbauten
In der breiten Flussoase von Chiclayo liegen über viertausend Jahre alte Ruinen von wahrscheinlich religiösen Gemeinschaftszentren. Sie werden erst seit wenigen Jahren archäologisch untersucht und erzählen bereits faszinierende Geschichten. Unter der Leitung der lokalen Archäologen besuchen wir die Ausgrabungsstätten und lassen uns auf den neuesten Forschungsstand bringen. Der Besuch im Convento San Augustín bringt uns in die Kolonialzeit zurück.
6. Tag (Do): Die Moche-Ruinen von Trujillo
Im komfortablen Reisecar führt uns der Weg nach Trujillo, die Stadt des Marinera-Tanzes und der berühmten Gang-Pferde (Paso Peruano). Im Chicama-Tal halten wir, um die ältesten Siedlungsspuren von Huaca Prieta zu besuchen. Von besonderem Interesse ist aber das Museo Cao beim archäologischen Fundort El Brujo, wo die tätowierte Señora de Cao ausgegraben wurde. 2 Nächte in Trujillo.
7. Tag (Fr): Huaca del Sol y la Luna und Chan Chan
Mit den lokalen Archäologen besuchen wir die wohl berühmtesten Moche-Bauten mit ihren geheimnisvollen Wandfresken. In der Ruinenstadt Chan Chan begegnen wir den Spuren des Glarner Pionierforschers des 19. Jahrhunderts, Johann Jakob von Tschudi.
8. Tag (Sa): Von Trujillo in die Flussoase von Casma
Im unteren Casma-Tal liegen die wohl ältesten monumentalen Lehmbauten Amerikas. Die U-förmigen Gebäude sind zwischen vier- und fünftausend Jahre alt und verblüffen durch ihre Grösse. Die wissenschaftliche Erforschung ist hier noch längst nicht abgeschlossen, es warten noch viele Geheimnisse in der Erde. 1 Übernachtung in Casma.
9. Tag (So): Die Bergsteiger-Stadt Huaraz
Eine lange Busfahrt führt uns in Höhen von über viertausend Metern und durch eine eindrückliche Gebirgslandschaft in das 3200 m ü. M. gelegene Bergsteiger-Mekka Huaraz. Im Casma-Tal besuchen wir die Ruine von Cerro Sechín, wo der peruanische Pionier-Archäologe Julio C. Tello vor rund hundert Jahren Forschungsgeschichte schrieb, und bewundern den rätselhaften Architekturschmuck. Es bleibt Zeit zur Akklimatisation in der Höhe. 3 Nächte im Hotel in Huaraz.
10. Tag (Mo): Chavín de Huántar
Die Ruinenstätte von Chavín de Huántar erreichen wir nach einer rund vierstündigen Fahrt durch die spektakuläre Andenlandschaft über einen fast fünftausend Meter hohen Pass. Die Ruinen gehören seit 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe und zu den wichtigsten archäologischen Fundstätten weltweit. Wir besuchen den geheimnisvollen Tempel mit seinen verwinkelten dunklen Gängen, vielen Steinskulpturen und Platzanlagen. Im Museo Nacional Chavín bewundern wir die Kunstwerke, die mithilfe des schweizerischen Bundesamtes für Kultur zwischen 2011 und 2015 konserviert werden konnten.
11. Tag (Di): Auf den Spuren des Wari-Reichs
Von Huaraz aus besuchen wir die Ruinen von Huilcahuahín des einst mächtigen Wari-Reiches. Die Wari waren ab der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends das erste mächtige Territorialreich in den Anden. Viele Errungenschaften, Erfindungen und Organisationsformen der Wari sollten später die Inka übernehmen, so auch die Ingenieurskunst in der Steinarchitektur.
12. Tag (Mi): Aus der Vogelperspektive
Wir fliegen mit einem kleinen Flugzeug über die Anden nach Lima und weiter in den Süden in die einstige Inka-Hauptstadt Cusco. 2 Nächte in Cusco.
13. Tag (Do): Cusco: Prä- und postkolumbische Pracht
Hier beginnen wir den zweiten Teil der Reise, welcher insbesondere der Inka-Kultur gewidmet ist. In Cusco überlagern sich Inka-Paläste und koloniale Prunkbauten. Wir erkunden zu Fuss die Stadt, bewundern die architektonischen Wunderwerke und tauchen ein in die geheimnisvollen Geschichten, die in den engen Gassen zum Greifen nahe sind. José María Arguedas Romanfiguren sind in den Plätzen und Strassen spürbar.
14. Tag (Fr): Mit der Bahn nach Aguas Calientes
Der Zug schlängelt sich durch das Urubamba-Tal. Spürbar wird es zunehmend tropisch. Die Fahrt im Herzen des einstigen Inkareichs ist unvergesslich. Aguas Calientes ist der touristische Ausgangspunkt für Tagesausflüge zur berühmten Inka-Ruinenstadt Machu Picchu. Wir ziehen uns in das schönste Oeko-Lodge-Hotel zurück und geniessen die Ruhe. 2 Nächte in Aguas Calientes.
15. Tag (Sa): Machu Picchu und Huayna Picchu
Zu Machu Picchu gibt es im Vorfeld nicht viel zu sagen, die Ruinenstadt hoch oben über dem Urubamba-Fluss ist zu berühmt und sagenumwoben. Vor Ort hingegen prüfen wir die archäologischen Erkenntnisse, die wir während der vergangenen Tage erarbeitet haben, und erkunden mit den Archäologen die kaum beachteten Details der Stadt, die den Inka einst als Rückzugsort diente.
16. Tag (So): Mit dem Zug nach Urubamba
Möglichkeit eines zweiten Besuchs in Machu Picchu, bevor wir mit dem Zug nach Urubamba fahren. Wir geniessen die einzigartige Schönheit der Landschaft, die sich vor allem in den Abendstunden offenbart. 2 Nächte in Urubamba.
17. Tag (Mo): Textilien, Salz und Rätsel
In Chinchero lassen wir uns von den Textilhandwerkerinnen ihre Jahrtausende alten Traditionen und Künste erklären und vorführen. In Maras besichtigen wir eine der wohl ältesten Salzwerke in den Anden. Ohne Salz lässt es sich nicht leben, entsprechend wertvoll war und ist das Mineral, gerade in den Bergen. In Moray rätseln wir über die einstige Funktion der konzentrisch angelegten kreisrunden Terrassenanlagen. Waren das tatsächlich agronomische Versuchsanlagen der Inka?
18. Tag (Di): Das heilige Tal: Pisac und Ollantaytambo
In Ollantaytambo lassen sich besonders gut die Architekturkonzepte der Inka studieren. Dies lässt Rückschlüsse auf die Organisationsstruktur des riesigen Reiches zu. Pisac ist berühmt für seinen bunten Markt. Anschliessend fahren wir nach Cusco zurück. 1 Nacht in Cusco.
19. Tag (Mi): Zurück in die Hauptstadt
Der Besuch von Saqsaywaman oberhalb von Cusco lässt uns trotz aller Erkundungen der unterschiedlichsten Fundstätten während der gesamten Reise staunend und ohne Antwort zurück: Wie konnten die Inka Dutzende von Tonnen schwere Steinblöcke derart exakt bearbeiten und versetzen? Mit diesen Eindrücken fahren wir zum Flughafen und treten die Reise nach Lima an, wo wir ein unvergessliches Abendessen geniessen und die Reise ausklingen lassen. 1 Nacht in Lima.
20./21. Tag (Do/Fr): Abschied von Peru
Zum Abschluss unserer Reise besuchen wir das Museo Larco im Distrikt Pueblo Libre mit seinem exquisiten Museums-Restaurant, bevor wir zum Flughafen gebracht werden. Rückflug am späteren Abend über Madrid nach Zürich. Ankunft in Zürich am Freitag (16. Oktober) abends.
Konzept und Leitung
Dr. Peter Fux
Archäologe und Anden-Spezialist
Er ist Direktor des Kulturmuseums St. Gallen und bezeichnet Peru als seine zweite Heimat. Zuvor war er Kurator für Kunst Amerikas am Museum Rietberg und lehrte am Archäologischen Institut der Universität Zürich. Mit peruanischen Spezialisten organisierte er die Nasca-Ausstellung, die 2017–2018 in Lima, Zürich, Bonn und Madrid gezeigt wurde.
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26.09.2026 bis 16.10.2026
Dauer
21 Tage
Preis
ab/bis Zürich
CHF 11750.–
Zuschlag Einzelzimmer
CHF 2380.–
Jahresreiseversicherung (sofern keine eigene vorhanden)
CHF 150.–
Mindest-Teilnehmerzahl
14, maximal 20 Teilnehmende
Leistungen
- Flüge Zürich - Lima - Zürich und Inlandflüge gemäss Programm
- Täglich Frühstück, 28 Hauptmahlzeiten
- Übernachtungen in ausgesuchten Mittelklasse- und Erstklasshotels
- Bequemer Reisebus und Zugfahrten gemäss Programm
- Qualifizierte Studienreiseleitung und Englisch sprechende lokale Reiseleitung
- Nicht inbegriffen: Getränke, Versicherungen, Trinkgelder, persönliche Auslagen, Mehrkosten durch unvorhersehbare Umstände, die ausserhalb der Kontrolle von rhz liegen.
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