Rheinkultur um Düsseldorf und Köln
Kunsterlebnisse von Romanik bis Raketenstation und anderen Überraschungen
Die urbanen Zentren Nordrhein-Westfalens liegen an der wohl wichtigsten Wasserstrasse Europas und haben die deutsche Königs- und Industriegeschichte entscheidend mitgeprägt. Kölner Lebenslust und Düsseldorfer Feingefühl strahlen weithin aus, und das zieht auch uns an und rein ins Kulturgeschehen. Erleben Sie die «neue Welle» einer anregend gestalteten Kunst- und Stadtlandschaft vom Mittelalter bis in die jüngere Gegenwart.
REISEPROGRAMM
1. Tag (Sa): Bitte einsteigen!
Mit der Bahn gelangen wir nach Düsseldorf, wo wir 4 Mal übernachten.
2. Tag (So): Situation Kunst
Im Museum Insel Hombroich lassen wir west-moderne, asiatische und afrikanische Kunst auf uns wirken. Gemäss Cézannes Diktum «Kunst parallel zur Natur» haben der Kunstsammler Karl-Heinrich Müller, der Bildhauer Erwin Heerich und der Landschaftsarchitekt Bernhard Korte dieses Ensemble geschaffen. Auf der ausgedienten Nato-Basis würdigen wir die von Tadao Ando entworfene Langen Foundation.
3. Tag (Mo): Heinrich Heines Heimat
Im 18. Jh. entstand in Düsseldorf der Hofgarten, der erste öffentliche Park Deutschlands. Erst besuchen wir die kurfürstliche Sommerresidenz Schloss Benrath, wo wir europäische Gartenkunst geniessen. Danach flanieren wir an der Rheinuferpromenade.
4. Tag (Di): Musen und Mies
Die Museen Haus Lange und Haus Esters in Krefeld waren einst ein Wohnensemble für die Seidenfabrikanten Hermann Lange und Josef Esters, entworfen von Ludwig Mies van der Rohe. In der Kunstsammlung Lange wurzelt auch das Vorhaben, Kunst und Bau zu verbinden. Nach Mittagspause im «schönsten Biergarten Deutschlands» schlendern wir über das einstige Gelände der Vereinigten Seidenwerke AG, wo van der Rohe das HE Gebäude und die Färberei entworfen hat.
5. Tag (Mi): Rückriem als Bindeglied
Im Kulturzentrum Sinsteden hat der Bildhauer Ulrich Rückriem eine «Poetik des Raumes» erschaffen. Hallen aus Stahl, Kalkstein und Glas bringen die Werke in Materialität und Räumlichkeit zur Geltung.
6. Tag (Do): Ex Oriente Lux
Eine Rundfahrt führt uns zu Dom, zu St. Engelbert, erbaut nach Entwürfen von Dominikus Böhm, zu dem Ensemble von zwölf romanischen Kirchen und zur Zentralmoschee, deren Minarett die gleiche Höhe wie der Kölner Dom aufweist, ebenso zum bundesweit grössten Bestand an Ostasiatika. Wer mag, kann am Abend im Schnütgen Museum mittelalterliche Meisterwerke bewundern. Beim Abendmahl in einer früheren Klosterkapelle geniessen wir Speisen und neue Einsichten.
7. Tag (Fr): rokokös und surreal
Die Schlösser Brühl gehören zu den wichtigsten Kulturschätzen der Menschheit. Den Lebensstil des Kölner Kurfürsten und Erzbischofs Clemens August entdecken wir auf einer Hausführung. Nach dem Mittagessen begegnen wir dem Werk des Dadaisten und Surrealisten Max Ernst.
8. Tag (Sa): Die unerträgliche Leichtigkeit des Materials
Wir «pilgern» zur Kapelle des Nikolaus von Flüe, ein Werk von Peter Zumthor und von einer Schlichtheit, die er auch an Kolumba, dem Museum des Erzbistums, inszeniert. Hier würdigen wir die Wahlverwandtschaft von Josef Albers’ Quadrat mit Stefan Lochners Madonna mit dem Veilchen und ein Denk-Mal von Richard Serra in der zerbombten Sakristei. In Hürth haben die Galeristen Rafael und Teresa Jablonka die Rundkirche St. Ursula im Einvernehmen mit Gottfried Böhm, Meister des modernen Sakralbaus, zur Böhm Chapel umgestaltet. Aktuell wird Thomas Schütte präsentiert
9. Tag (So): Heimwehrts
Auf der Heimfahrt mit dem Zug können wir unsere Eindrücke Revue passieren lassen. Ankunft in Zürich gegen Abend.
Konzept und Leitung
Andreas Jahn
Kunstgeschichte, Germanistik
Seit dem Studium pflegt er den Austausch zwischen Sprache und bildender Kunst. Seine Vermittlertätigkeit, auch als Reiseleiter, über Malerei, Literatur und Architektur folgt dem Motto Goethes: «Das Vielfache, was er an sich ausgebildet hat, zu anderer Nutzen täglich und stündlich zu gebrauchen...»
MEHR LESENReisedatum
29.08.2026 bis 06.09.2026
Dauer
9 Tage
Preis
ab/bis Zürich
CHF 2980.–
Einzelzimmerzuschlag
CHF 540.–
Mindest-Teilnehmerzahl
14, maximal 20
Leistungen
- Zugfahrt Zürich – Düsseldorf / Köln – Zürich in 1. Klasse, Basis Halbtax
- Bequemer Reisebus
- Alle Eintritte und Besichtigungen
- Gute Mittelklassehotels inkl. Frühstück
- 5 Hauptmahlzeiten
- Klimaneutral durch CO2-Kompensation