NZZ-Reise:Landschaften der Eleonore von Aquitanien
Unterwegs in Poitou, Touraine und Anjou
Wir reisen durch die sanften Hügellandschaften Westfrankreichs und hören komplexe Geschichten des Mittelalters. Darin spielt Eleonore von Aquitanien eine zentrale Rolle – zuerst als Königin Frankreichs, dann Englands, Positionen, dank denen sie eine der mächtigsten Frauen ihrer Zeit war. Die künstlerischen und kulturellen Zeugnisse, die auf ihre Person und ihre Zeit verweisen, umfassen Klöster, Kirchen und Burgen im Übergang von Romanik zu Gotik, die zum Feinsten unseres Kulturerbes zählen. Es bleibt auch Raum für Kontemplation und kulinarische Exkurse.
REISEPROGRAMM
1. Tag (Do): Limmat – Seine – Loire
Am Morgen reisen wir mit dem TGV von Zürich nach Paris. Dann steigen wir auf Reisebus um. Auf unserer Bus-fahrt erwartet uns ein erster Besichtigungspunkt mit der Kathedrale von Chartres, einem Meilenstein gotischer Architektur. An diesem Bau und seinem zeitgeschichtlichen Kontext stimmen wir uns auf unser Thema ein. Danach fahren wir nach Saumur an der Loire, Zentrum eines bekannten Weinanbaugebietes. 3 Nächte in Saumur.
2. Tag (Fr): Die gewobene Apokalypse
Traumhaft an der Loire gelegen, überragt das Schloss von Saumur mit seinem gotischen Kern diese Bilderbuchstadt. Auf bezaubernden Landstrassen geht es nach Angers, Hauptort des Anjou und im Mittelalter Sitz eines bedeutenden Herrscherhauses. Dort erwarten uns die berühmten Apokalypse-Tapisserien aus dem 14. Jahrhundert. Zudem besuchen wir die Kathedrale Saint-Maurice, die Sankt Martin persönlich geweiht haben soll.
3. Tag (Sa): Grablege grosser Namen
Die romanische Abtei Fontevraud liebte Eleonore ganz besonders. Dort befinden sich auch ihre Grablege sowie die ihres Mannes, Heinrichs II., und ihres Sohnes, Richard Löwenherz. Über Candes-Saint-Martin, Sterbeort des Heiligen Martin, geht es nach Chinon, eine der wichtigsten und imposantesten Burgen im Anjou.
4. Tag (So): Eleonores Schiedsgerichte
Mit der imposanten Kirchenfassade bietet Airvault Staunenswertes. Eleonore hielt in Niort ihre berühmten Schiedsgerichte ab. In Melle, einer kapitalen Station auf dem Jakobsweg, begrüsst uns bei St. Hilaire eine mächtige Reiterstatue. 3 Übernachtungen in Chasseneuil-du-Poitou.
5. Tag (Mo): Romanische Kapitelle und Fresken
Fünf Burgen und die schönsten romanischen Kapitelle des Poitou entdecken wir in Chauvigny, bekannt für ihre mittelalterliche Oberstadt. Ein Höhepunkt ist der monumentale Freskenzyklus von Saint-Savin-sur-Gartempe. Abgerundet werden die Besichtigungen des Tages mit dem Besuch der ausgedehnten merowingischen Grablege in Civaux.
6. Tag (Di): Der älteste christliche Bau Frankreichs
Bei der Besichtigung von Poitiers lernen wir Notre-Dame-la-Grande ebenso kennen wie den ältesten christlichen Bau Frankreichs. St. Radegunde macht mit dem Phänomen der Pilger-Krypta vertraut. Im Herrscherpalast der Herzöge von Aquitanien verlebte Eleonore Teile ihrer Kindheit.
7. Tag (Mi): Höhepunkte der Romanik
Wir reisen nach Süden, wo uns mit der Pilgerkirche von Aulnay einer der Höhepunkte der westfranzösischen Romanik begrüsst. Eine Besonderheit ist die legendäre Totenlaterne von Fenioux. Saintes war eine wichtige römische Stadt: Davon zeugen noch der Germanikusbogen und römische Baureste. Schliesslich fahren wir weiter nach Bordeaux, wo wir am Abend ankommen. 3 Übernachtungen in Bordeaux.
8. Tag (Do): An der Atlantikküste
Entlang der Gironde, der Trichtermündung von Garonne und Dordogne, fahren wir nach Talmont. Hier begrüsst uns die spektakulär gelegene Pilgerkirche wie ein Pfahl in der Brandung. Unsere nächste Station, das mondäne Seebad Royan, wurde nach den Kriegszerstörungen in Le Corbusier und Oscar Niemeyer-Ästhetik wieder aufgebaut – ein frappierender Exkurs in die Nachkriegsmoderne. Wir überqueren die Gironde mit der Fähre und besuchen die zu Ehren der Heiligen Veronika erbaute Basilika Notre Dame de la Fin des Terres. Rückfahrt durch das Weinbaugebiet des Médoc zurück nach Bordeaux.
9. Tag (Fr): Eleonores Jugend in Bordeaux
In Bordeaux hat Eleonore ihre Kindheit und Jugend verbracht. Ein Rundgang führt uns von der Esplanade des Quinconces zum Grand Théâtre. Entlang dem Ufer der Garonne erreichen wir die eindrückliche Place de la Bourse und besuchen die Porte Calihau und die Kathedrale St. André. Zum Abschluss unserer Reise fahren wir auf ein Weingut in St. Emilion, wo wir die Eindrücke unserer Reise Revue passieren lassen.
10. Tag (Sa): Heimreise
Im Laufe des Tages Rückflug von Bordeaux nach Zürich.
Konzept und Leitung
Adrian Vonwiller
Geschichte, Musik
Nach dem Studium von Philosophie und Geschichte widmet er sich als Sänger, Komponist und Produzent der Musik. Seine zweite Leidenschaft, das Reisen, zeigt sich in über 30 Jahren Reiseleitertätigkeit und ausgedehnten privaten. Mit Herzblut vermittelt er die kulturelle Vielfalt der bereisten Region.
MEHR LESENReisedatum
18.06.2026 bis 27.06.2026
Dauer
10 Tage
Preis
ab/bis Zürich
CHF 4880.–
Zuschlag Einzelzimmer
CHF 890.–
Mindest-Teilnehmerzahl
14, maximal 25 Personen
Leistungen
- Zugfahrt Zürich – Paris in 1. Klasse
- Flug Bordeaux-Zürich
- Bequemer Bus, alle Eintritte und Führungen
- Fachlich qualifizierte Studienreiseleitung
- Ausgesuchte Hotels der oberen Mittelklasse
- Frühstück und 10 Hauptmahlzeiten
- Klimaneutral durch CO2-Kompensation
In Zusammenarbeit mit