NZZ-Reise: Sri Lanka - Eine paradiesische Reise
Auf den Spuren des Architekten Geoffrey Bawa
Die paradiesische Insel Sri Lanka bietet einen grossen Reichtum an antiker, 2300-jähriger Kultur und ein Nebeneinander vier verschiedener Weltreligionen. Naturlandschaften wechseln zwischen Trockengebieten, 2500 m hohen Bergnebelwäldern, sich wie Teppiche über das Hochland ziehenden Teeplantagen sowie tropischem Dschungel, prachtvollen Gärten und kilometerlangen, weissen Sandstränden. Der berühmte Architekt Sri Lankas, Geoffrey Bawa, liess sich architektonisch von der Schönheit der Insel inspirieren. Er gilt als Begründer des tropischen Modernismus. Auf einmalige Art und Weise führte er die Architektur und die üppige tropische Vegetation zusammen. Er verstand es, Natur, Landschaftsformen, natürliche Materialien, Licht und Wasser in die offenen Räume seiner Bauten zu integrieren und sie zu einem Gesamtkunstwerk zu gestalten. Seine Ideen, Philosophien und Bauten begleiten uns auf dieser abwechslungsreichen Reise.
REISEPROGRAMM
1. Tag (Fr): Reise nach Serendip
Abendflug von Zürich nach Colombo.
2. Tag (Sa): Erste Begegnung mit Bawa
Ankunft in Colombo gegen Mittag. Ein Vortrag der Reiseleiterin gibt uns einen ersten Überblick über Geoffrey Bawa. 2 Übernachtungen im altehrwürdigen Galle Face Hotel, das oft als Filmkulisse gedient hat.
3. Tag (So): Das Colombo Geoffrey Bawas
Bei einer Führung lernen wir das Stadthaus No. 11 kennen, wo Bawa ab 1962 jahrzehntelang gelebt und experimentiert, es immer wieder erweitert und umgebaut hat. Barbara Sansoni, Textilkünstlerin und Malerin, war verantwortlich für die Innendekoration in vielen seiner Gebäude. Wir besuchen ihr Geschäft. Mittagessen im Gallery Café, Bawas ehemaligem Architekturbüro. Pavillons, offene Innenhöfe, integrierte Pflanzen und Teiche sind ein Paradebeispiel für seine Bauweise. Gegen Abend tauchen wir bei einem Stadtrundgang u.a. in das geschäftige Marktviertel Pettah ein.
4. Tag (Mo): Richtung Norden
Bevor wir die Westküste verlassen, besuchen wir den Fischmarkt in Negombo und werden in einem Kinderheim, das rhz reisen seit Jahren unterstützt, zum Mittagessen eingeladen. Auf der Fahrt ins Landesinnere, nach Habarana, wechseln wir von der üppigen Pflanzenwelt der Küste in die regenarme Trockenzone. 2 Übernachtungen in Habarana.
5. Tag (Di): Die erste Königsstadt
Ein Vortrag der Reiseleiterin macht uns mit den philosophischen Grundgedanken und der landestypischen Architektur des Buddhismus vertraut. Vor 2400 Jahren wurde Anuradhapura die erste Königsstadt der Insel. Seit 1982 ist die weitläufige Anlage UNESCO-Weltkulturerbe. Wir besichtigen die ehemaligen Paläste, die imposanten Dagobas und eines der grossen buddhistischen Heiligtümer, den Bodhibaum, ein Ableger des Baumes, unter dem Buddha seine Erleuchtung fand.
6. Tag (Mi): Die zweite Königsstadt
Entlang eines Nationalparks und zahlreicher Stauseen aus dem 3. Jh., die heute noch die Trockenzone mit Wasser versorgen und die Heimat zahlreicher, freilebender Elefanten sind, erreichen wir Polonnaruwa, die zweite Königsstadt. Die gut erhaltenen Ruinen sind UNESCO-Weltkulturerbe und lassen den damaligen kulturellen Reichtum erahnen. Berühmt sind die magisch anmutenden Buddhafiguren des Gal Vihara. 2 Übernachtungen im Urwald-Hotel Kandalama, einer der spektakulärsten Bauten von Geoffrey Bawa. Das Hotelgebäude fügt sich perfekt in die Natur ein.
7. Tag (Do): Paradiesisches Kandalama
Am frühen Morgen besteigen wir auf sicherem Steg den spektakulären Felsen von Sigiriya (UNESCO-Weltkulturerbe), der seine Besiedelung im 5. Jh. einem königlichen Familiendrama zu verdanken hat. Hier können wir u.a. die Fresken der geheimnisvollen, sagenumwobenen, barbusigen Wolkenmädchen bewundern. Bawa hatte beim Bau des Hotels die Vision, es einige Jahre später wieder an die Natur zurückzugeben. Heute ist es von der Vegetation fast vollständig überwachsen. Es erstreckt sich am Seeufer entlang rund um einen Felsenhügel, welcher in den Hotelbau integriert wurde. Geführter Rundgang durch das Meisterwerk. Am Nachmittag geniessen wir die Ruhe des Hotels oder besichtigen die nahegelegenen Höhlentempel von Dambulla, eine weitere UNESCO-Weltkulturstätte. Die grösste Tempelanlage Sri Lankas setzt sich aus 80 Höhlen zusammen, die mit über 150 Statuen und farbenfrohen Malereien aus dem Leben Buddhas verziert sind. Fünf dieser Höhlen können besichtigt werden.
8. Tag (Fr): Gewürzgarten und Edelsteine
Richtung Süden, im hügeligen Gebiet von Kandy, wird die Natur grün und üppig. Wir besuchen einen Gewürzgarten. Der Gewürzhandel mit Pfeffer, Vanille, Zimt usw. war für die europäischen Kolonialstaaten ein lukratives Geschäft. Der imposante Hindutempel von Matale, mit seinen unzähligen Götterfiguren auf den Eingangsportalen, gibt Einblick in die zweitwichtigste Religion des Landes. Weiterfahrt nach Kandy. Gegen Abend lassen wir uns von Edelsteinen verführen. Sri Lanka gilt als «Perle der Juwelen». Saphire, Rubine, Granate und Mondsteine sind nur einige davon. Der blaue Saphir «Blue Belle of Asia» schmückt die Königskrone von England. 2 Übernachtungen in Kandy.
9. Tag (Sa): Botanische, kulinarische und tänzerische Höhepunkte
Führung durch den berühmten Botanischen Garten von Peradeniya. Das Orchideenhaus, die Palmenalleen, die Blumengärten und die bis zu 40m hohen Riesenbambus sind nur einige Höhepunkte dieses paradiesischen Ortes. Am Mittag lernen wir bei einer Kochvorführung im privaten Rahmen, wie die Gewürze zu schmackhaften ceylonesi schen Currys verarbeitet werden. Kandy gilt als religiöses und kulturelles Zentrum der Insel. Gegen Abend besuchen wir eine Vorführung der traditionellen Kandytänze und den Tempel, wo der Zahn des Buddha aufbewahrt wird.
10. Tag (So): Tee und koloniale Spuren
Einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Sri Lankas ist der Tee. Heute geht die Fahrt in die Berge durch tiefgrüne Teefelder auf fast 2000 m nach Nuwara Eliya. In einer Teefabrik lassen wir uns die Produktion erklären. Ein Stadtrundgang durch Nuwara Eliya zeigt, dass die englische Kolonialzeit viele Spuren hinterlassen hat. Das Stadtbild, der Golfplatz, die Pferderennbahn, das Klima, alles fühlt sich «very british» an. Ein wärmender «Afternoon Tea» kommt bei den oft kühlen Temperaturen sehr gelegen. 1 Übernachtung in den Teeplantagen bei Nuwara Eliya.
11. Tag (Mo): Zurück an die Küste
In Bandarawela besuchen wir ein architektonisches Kleinod von Bawa und seinen Künstlerfreunden, ein katholisches Nonnenkloster. Durch die Vermittlung der Künstlerin Barbara Sansoni entstand der Auftrag für den Bau der kleinen, eindrücklichen Klosterkirche. Zurück auf Meereshöhe machen wir einen Abstecher zu den geheimnisvollen Statuen von Buduruwagala. 2 Nächte am Weerawila-See, beim Yala Nationalpark.
12. Tag (Di): Yala – der tiefe Süden
Am Nachmittag nehmen wir an einer Safari in den Yala Nationalpark teil. Der Park bietet Lebensraum für eine Vielfalt von Tieren wie Elefanten, Hirsche, Affen und den seltenen Leoparden. Alternativ ist eine Safari in den Bundala-Nationalpark, ein Vogelparadies, möglich.
13. Tag (Mi): Batik und Weltkulturerbe Galle
Fahrt entlang der Südküste. In Matara lernen wir Jezima kennen, eine Batikkünstlerin, die schon weltweit Ausstellungen gemacht hat. Sie erklärt die Herstellung der traditionellen Wachsbatik. Seit die UNESCO die Altstadt von Galle 1988 zum Weltkulturerbe erklärt hat, werden die meist aus der niederländischen Kolonialzeit stammenden Gebäude sorgfältig restauriert. Stadtrundgang zu den Sehenswürdigkeiten. 1 Übernachtung in einem weiteren Hotelbau Bawas, dem Lighthouse Hotel bei Galle.
14. Tag (Do): Noch ein Bawa-Hotel
Am Vormittag gibt es nochmals die Möglichkeit, Galle in Eigenregie zu entdecken und in einem der zahlreichen Restaurants der Stadt ein Mittagessen zu geniessen. Am frühen Nachmittag Fahrt nach Bentota. Am Abend lassen wir die Reise ausklingen mit einem Abschieds-Dinner. 2 Nächte im von Bawa entworfenen Hotel Cinnamon Bentota Beach.
15. Tag (Fr): Lunuganga – Bawas Meisterwerk
1947 kaufte Bawa die Plantage Lunuganga. Er schuf ein Wochenendhaus mit einem herrlichen Garten, inspiriert durch italienische Renaissancegärten und englische Parks. Während 50 Jahren entstand sein Lebenswerk. Das Wohnhaus ist auf Stufen angelegt, mit offenen Höfen und lauschigen Veranden. Wie einst Bawa geniessen wir im Garten unser Mittagessen. In der Nähe liegt Brief Garden, der Garten und das Haus von Bawas älterem Bruder Bevis. Die Fotos im Wohnhaus zeugen von wilden Partys, die dort gefeiert wurden.
16. Tag (Sa): Abschied von Sri Lanka
Am frühen Morgen Fahrt zum Flughafen und Flug nach Zürich, wo wir am Abend ankommen.
Konzept und Leitung
Britta Nydegger
Religions-, Kunst- und Architekturgeschichte
Mit einer Ausbildung in Tourismus und in Literatur-, Kunst- und Architekturgeschichte im Hintergrund führt sie durch die Stiftsbibliothek und das Textilmuseum St. Gallen. Aber auch Kultur und Religion Indiens und Sri Lankas, wo sie mehrere Jahre gelebt hat, bringt sie unseren Gästen gerne näher.
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04.12.2026 bis 19.12.2026
Dauer
16 Tage
Preis
ab/bis Zürich
CHF 6160.–
Zuschlag Zimmer zur Alleinbenützung
CHF 980.–
Mindest-Teilnehmerzahl
14, maximal 18 Personen
Leistungen
- Linienflug Zürich – Colombo – Zürich
- Bequemer Bus, alle Eintritte und Führungen
- Fachlich qualifizierte Studienreiseleitung
- Ausgesuchte 4*- und 5*-Hotels
- Frühstück und 20 Hauptmahlzeiten
- Klimaneutral durch CO2-Kompensation
In Zusammenarbeit mit