NZZ-Reise: Die Magie des Seto-Binnenmeeres
Japan – Exklusive Kreuzfahrt durch die unbekannte Inselwelt Japans
Erleben wir Japan im Frühling, wenn das Land der aufgehenden Sonne in einem Meer aus zarten Kirschblüten erstrahlt, und nähern wir uns dem Inselreich von See aus: An Bord eines kleinen, eleganten Schiffes der französischen Luxusreederei PONANT gleiten wir durch die stille Magie des Seto-Binnenmeeres mit seinen unzähligen Inseln und der sagenumwobenen Küste Kyushus. Ausflüge in Zodiacs erlauben uns Orte zu erkunden, die sonst kaum erreichbar sind. Von Kobe aus führt unsere Reise zu verborgenen Schätzen wie Inujima und Mitarai, ehe das Torii von Miyajima im Wasser erstrahlt. In Hagi erzählen Samurai-Residenzen von alter Zeit. Über die quirlige südkoreanische Hafenstadt Busan erreichen wir Nagasaki, wo wir den Geist von Weltoffenheit und den Hauch geschichtlicher Tragik spüren, bevor Yakushima und Kumamoto mit Natur und Kultur den unvergesslichen Abschluss dieser exklusiven Reise bilden.
REISEPROGRAMM
1. Tag (Fr): Flug Richtung Sonnenaufgang
Wir heben ab nach Japan, dem faszinierenden Land der aufgehenden Sonne, einer Welt voller Kontraste zwischen Tradition und Moderne!
2. Tag (Sa): Japans Megacity modern und traditionell
Am Morgen landen wir in Narita und fahren mit dem Bus ins Zentrum von Tokio. Wir logieren im legendären Imperial Hotel – eines der ersten westlichen Luxushotels direkt neben dem Kaiserpalast, dessen Eingangshalle noch heute an die Architektur des amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright erinnert. Ein leichter Lunch im Hotel stimmt uns auf den Tag ein. Am Nachmittag steht der Besuch des Meiji-Schrein auf dem Programm, anschliessend geniessen wir die Aussicht vom Sky Tree, dem zweithöchsten Gebäude der Welt. Zum Abendessen kehren wir in ein berühmtes Sushi-Restaurant im eleganten Ginza-Viertel ein. 1 Übernachtung in Tokio.
3. Tag (So): Fuji-Seen und eine Reise zu einem luxuriösen Klassiker
Bereits auf der Busfahrt zum Thermalbadeort Hakone durchqueren wir eine Vulkanlandschaft und besuchen einen der fünf Fuji-Seen (Yamanakako). Der Blick auf den majestätischen Fuji (3776 m) ist atemberaubend. Im dem traditionsreichen Fujiya-Hotel, wo wir zwei Mal übernachten, beginnt unsere Reise in eine andere Zeit. Seit seiner Eröffnung im Jahre 1878, in der Meiji-Epoche also, in der Japan sich dem Westen öffnete, gilt dieses legendäre Haus als eines der ersten echten Grandhotels Japans und verbindet bis heute westliche Eleganz mit klassischer japanischer Architektur. Zwischen duftenden Zedern, heissen Quellen und den Hängen des Fuji gelegen, atmet es Geschichte: Gäste wie Charlie Chaplin, John Lennon und Yoko Ono weilten hier und genossen – wie wir – die hoteleigenen Thermalquellen. Wir residieren im Forest Trakt mit den Thermen im obersten Stock und nehmen die Mahlzeiten im neu renovierten historischen Speisesaal und das Frühstück in der angrenzenden kaiserlichen Villa ein.
4. Tag (Mo): Fuji: Berg, Denkmal, Heiligtum
Eine Schwesterlinie der RhB und dann eine Seilbahn bringen uns bis vor den imposanten Kegel des Fuji. Mit einer weiteren Seilbahn fahren wir zum idyllischen Ashi-See, auf dem eine gemütliche Rundfahrt wartet. Zum Abschluss des Tages geniessen wir ein Abendessen in einer ehemaligen kaiserlichen Villa.
5. Tag (Di): Japanische Moderne – Shinkansen & Kobe
Mit der Eisenbahn und auf einer privaten Zuglinie fahren wir nach Odawara, wo wir in den Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen umsteigen, der uns in einem «grünen Wagen» (= 1. Klasse) in etwa zwei Stunden nach Kobe bringt (rund 500 km). Kobe ist heute eine moderne Grossstadt, und sein Hafen zählt zu den ältesten und wichtigsten Japans. Hier empfängt uns der französische Luxuskreuzer «Le Jacques Cartier», der für die kommenden zwei Wochen unsere schwimmende Herberge sein wird.
6. Tag (Mi): Die japanische Inlandsee (Setonaikai)
Die Inlandsee Setonaikai zwischen Honshu und Shikoku besteht aus Hunderten kleiner Inseln und ist bis heute von regem Schiffsverkehr geprägt. Wir besuchen die kleine Insel Inujima («Hunde-Insel»), die heute als Freilichtmuseum bekannt ist. Früher wurden hier Steine für Schlossmauern in ganz Japan abgebaut. In einer alten Kupferschmelze aus dem frühen 20. Jahrhundert befindet sich ein Museum für moderne Kunst. Künstler aus Japan und aller Welt gestalten hier verlassene Häuser (ein neues Phänomen in Japan) und verwandeln sie in moderne Kunstwerke.
7. Tag (Do): Historisches Hafenstädtchen
Auf der Insel Osaki Shimojima besuchen wir das Hafenstädtchen Mitarai, dessen Strassenzüge aus der Edo-Zeit (1603 – 1868) erhalten geblieben sind. Während jener Zeit durften keine seetüchtigen Schiffe gebaut werden – daher war dieser Hafen ein beliebter Zwischenstopp in der Inlandsee, um günstigen Wind abzuwarten und Vorräte aufzufrischen. Am Hafen erleben wir eine Biwa- bzw. Gagaku-Vorführung (klassische Musik am Kaiserhof) und lauschen den Klängen der japanischen Harfe (Koto). Danach bleibt Zeit zum Schlendern und Entdecken.
8. Tag (Fr): Die heilige Insel Miyajima
Die Wahrzeichen der heiligen Insel Miyajima sind das im Meer stehende rote Torii-Tor des Itsukushima-Schreins (seit dem 12. Jh.) und das frei herumlaufende Dam-Wild. Miyajima ist ausserdem bekannt für seine Kirschblütenpracht (Sakura). Im nahegelegenen Daishoin-Tempel nehmen wir an einer buddhistischen Zeremonie teil und werden in die Meditation (Zazen) eingeführt.
9. Tag (Sa): Hafenstadt Hagi: Samurai und Keramik
Wir haben die Inlandsee verlassen und besichtigen am japanischen Meer die Stadt Hagi, die landesweit bekannt ist für ihre milchweiss-blassrosa Keramik, die in der Teezeremonie Verwendung findet. Wir besuchen eine historische Präfekturschule und erleben exklusiv die japanische Teezeremonie (cha no yu) in einer privaten Familien-Residenz.
10. Tag (So): Tsushima-Inseln: Sprungbrett nach Korea
Die Tsushima-Inseln waren eine zentrale Relaisstation für den Kulturtransfer vom chinesischen Festland über Korea nach Japan. Historische Bedeutung erlangte die Meerenge von Tsushima 1905 durch den Sieg der japanischen Flotte über Russland. Wir geniessen die pittoresken Küstenlinien und die faszinierende Aso-Bucht mit unseren bordeigenen Zodiacs.
11. Tag (Mo): Busan: Metropole mit Naturhafen
Busan besitzt einen hervorragend geschützten Hafen. Im 13. Jh. versuchten die Mongolen (1274 und 1281) vergeblich, Japan von hier aus zu erobern. Heute ist Busan nach Seoul die zweitgrösste Stadt Koreas mit moderner Skyline und einer Meereshafen-Atmosphäre. Wir besuchen den an der felsigen Küste gelegenen Haedong Yonggungsa-Tempel und schlendern über einen lebhaften Fischmarkt.
12. Tag (Di): Nagasaki und die Insel Dejima
Die kunstvolle Mini-Insel Dejima in der Bucht von Nagasaki war während der Edo-Zeit (1603 – 1868), als Japan sich weitgehend der Welt verschloss, der einzige Ort, an dem Holländer Handel treiben durften. 1597 erliess der erste Tokugawa-Shogun ein Edikt gegen Missionare und liess 27 Christen kreuzigen. Heute ist Dejima zwar keine Insel mehr, erlaubt aber auch in ihrem heutigen Zustand tiefe Einblicke in die damalige Zeit. Nagasaki ist landschaftlich reizvoll zwischen Hügeln und Meer gelegen. Es war Ziel der Atombombe am 9. August 1945 – im Friedenspark sowie im Atombombenmuseum gedenken wir dieser Ereignisse.
13. Tag (Mi): Yakushima – Redwoods auf den japanischen «Meeralpen»
Die kleine, runde Vulkaninsel Yakushima rund 70 km südlich von Kyushu ist bekannt für ihre steilen, oft in Nebel gehüllten Hänge. Sie verdankt ihren Ruf als Naturparadies nicht zuletzt den Jahrtausende alten Sicheltannen «Yaku-Sugi» und ihren mystischen, mit Farnen und Moos überwachsenen, Wäldern und Tälern. Wegen ihres milden und beständigen Klimas wird Yakushima auch die Insel des Frühlingserwachens genannt. Wir umrunden die Insel und entdecken auf Wanderungen im Sugi-Park unter Führung eines schiffseigenen Biologen dieses grüne Naturwunder mit seinen dschungelartigen Wäldern, steilen Klippen und dichtem Grün. Diese nahezu mythische Landschaft wird oft mit den Alpen verglichen.
14. Tag (Do): Koshikijima – steile Klippen und Volkstänze
Entlang der Küste gelangen wir zur Inselgruppe Koshikijima, bekannt für ihre unberührte Natur und steilen Klippen. Im Hafen des Hauptorts werden wir von Einheimischen empfangen, die uns ihre Volkstänze zeigen und lokale Spezialitäten wie Hering und Shochu (Süsskartoffelschnaps) kosten lassen. Wir wandern durch alte Samurai-Quartiere, die sich harmonisch in die grüne Natur eingefügt haben.
15. Tag (Fr): Iki: frühe Kulturbrücke
Weiter westlich der Küste von Kyushu erreichen wir die Insel Iki, die bereits in der Yayoi-Zeit (3. Jh. v. Chr.bis 3. Jh. n. Chr.) besiedelt war und als Teil einer frühen Kulturbrücke zum chinesischen Festland galt. Hier geniessen wir frische Meeresfrüchte und «Iki-Beef» und informieren uns im Museum über die Yayoi-Zeit und den Beginn des Reisanbaus in Japan. Als Highlight besuchen wir eine kleine unbewohnte Insel mit weissem Sandstrand, kristallklarem Wasser und dramatischen Klippen.
16. Tag (Sa): Amakusa – verborgene Christen
Die 120 Inseln des Amakusa-Archipels bilden einen Nationalpark und sind eng verbunden mit der Geschichte der verborgenen Christen in der Edo-Zeit. An dem Ort, wo Glaubensanhänger Christusbilder mit Füssen treten mussten, steht heute die Kirche von Sakitsu, deren Innenraum mit Tatami-Matten ausgelegt ist. 1637/38 wehrten sich die Christen im Shimabara-Aufstand gegen das Shogunat, wurden jedoch unterdrückt – das Verbot des Christentums endete erst 1837.
17. Tag (So): Kumamoto – Ausschiffung und Gartenkunst
Heute nehmen wir Abschied von unserer schwimmenden Herberge. In der Burgstadt Kumamoto besichtigen wir einen der bekanntesten Landschaftsgärten Japans, den Suizenji-Park, der Motive des Holzschnitzers Hiroshige aufgreift. 2016 wurde Kumamoto von einem Erdbeben getroffen, weshalb die Schäden an den historischen Steinmauern noch sichtbar sind. Anschliessend erfolgt der Transfer mit Bus und – je nach Umständen – Fähre auf die Shimabara-Halbinsel zum Thermalbadeort Unzen, wo wir für zwei Nächte in einem der exklusivsten Ryokans Japans, dem Ryotei Hanzuiryo, wohnen und hier, an den Hängen des Unzen-Vulkans, japanische Gastfreundschaft auf höchstem Niveau erleben: So wohnen wir in je einer eigenen Villa im traditionellen Sukiya-zukiri-Architekturstil mit Tatami-Böden, kunstvollen Lackarbeiten, papierbespannten Shoji-Fenstern und eigenem Thermalbad im Freien, einem Ryotemburo. Die vom kaiserlichen Hof inspirierte klassische Küche – kaiseki – wurde vom Guide Michelin mit einem Stern ausgezeichnet. Die Ausblicke in den gepflegten Garten vermitteln tiefe Ruhe und Gelassenheit.
18. Tag (Mo): Aso – aktiver Vulkan auf weltgrösster Caldera
Heute unternehmen wir einen Ausflug zum Aso-Vulkan, der eine Caldera von rund 50 km Durchmesser besitzt, in deren Mitte sich Ortschaften befinden und an deren Rand der Nakadake-Krater noch aktiv ist. Je nach Wetterlage und Gasentwicklung haben wir die Möglichkeit, vom Kraterrand aus den Kratersee und Gaswolken zu beobachten – oder als Alternativprogramm einen Hubschrauberrundflug (optional, abhängig von Sicherheit und Wetterlage) zu unternehmen.
19. Tag (Di): Abschied von der grünen Insel
Nach dem Genuss der kulinarischen und thermalen Annehmlichkeiten unseres Ryokans machen wir uns auf den Weg zurück per Flug nach Tokio. Wieder im Imperial Hotel untergebracht, bietet sich eventuell ein Empfang in der Schweizer Botschaft oder ein Austausch mit einem Korrespondenten der NZZ an. Abschiedsessen im hauseigenen Teppanyaki-Restaurant.
20. Tag (Mi): Rückflug in die Schweiz
Fahrt mit dem Bus zum Flughafen Narita, wo wir am späten Vormittag abheben und am selben Abend in Zürich landen.
Unser Schiff: Le Jacques Cartier
Das jüngste Mitglied der Serie PONANT Explorers (2020 gebaut) verbindet modernes Design und innovative Technologien für ein exklusives Kreuzfarterllebnis in luxuriösem Ambiente.
Die 92 Kabinen bieten maximal 184 Gästen Platz und werden von 118 Crew-Mitgliedern betreut.
Das Schiff verfügt über mehrere Restaurants, ein Theater, Panomara-Lounge und Bibliothek, Fitness-Center, ein SPA sowie einen kleinen Pool.
Die bordeigenen Zodiacs erlauben uns, in kleinen Häfen von selten besuchten Ortschaften anzulegen, was diese Sonderreise abseits der üblichen Routen zu einem exklusiven Erlebnis machen.
Die Kabinen der Jacques Cartier
Alle Kabinen verfügen über Panorama-Türen, Doppelbett (180×200 cm) oder zwei Einzelbetten (90×200 cm), Balkon, Minibar, Kaffeemaschine und Wasserkocher, indiv. einstellbare Klimaanlage und TV.
Prestige Stateroom, Deck 4 & 5
19m2 grosse Kabinen mit 4m2 grossem Balkon
Deluxe Suite, Deck 3 & 4
27m2 grosse Kabinen mit 3.5m2 grossem Balkon Zuschlag pro Person: CHF 7’150.–*
Prestige Suite, Deck 5 & 6
38m2 grosse Kabinen mit 8m2 grossem Balkon. Separater Wohnbereich, zwei Badezimmer mit Dusche Zuschlag pro Person: CHF 15’600.–*
- pro Person bei Doppelbelegung
Konzept und Leitung
Dr. Bruno Rhyner
Japanologie, Sinologie, Psychologie
Seit seinem Studium ist er als Reiseleiter in Ostasien unterwegs. Sein Hauptinteresse gilt dem Buddhismus und den Sprachen. Auch die Weite der mongolischen Landschaft hat sich ihm unauslöschlich eingeprägt, so dass er sich entschloss, das Land und seine Kultur auf Reisen besser kennenzulernen.
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02.04.2027 bis 21.04.2027
Dauer
20 Tage
Preis
ab/bis Zürich
CHF 33300.–
Zuschlag Zimmer/Schiffskabine zur Alleinbenutzung
CHF 13500.–
Mindest-Teilnehmerzahl
14, maximal 22 Personen
Leistungen
- Linienflug Zürich – Tokyo / Kumamoto – Tokyo – Zürich
- Zugfahrt Hakone – Odawara / Shinkansen Odawara – Kobe in 1. Klasse
- 4 Übernachtungen in Erstklasshotels in Tokio und Hakone
- 2 Übernachtungen in einem der exklusivsten Ryokans Japans «Ryotei Hanzuiryo»
- 12 Übernachtungen im «Prestige Stateroom», Deck 4 & 5 auf der luxuriösen «Jacques Cartier» von Ponant
- Vollpension mit mehreren exklusiven Spezialitätenessen
- Alle Ausflüge, Eintritte und Besichtigungen (fakultativer Helikopterflug am Tag 18 nicht inbegriffen)
- Klimaneutral durch CO2-Kompensation
Hinweis
Auf dieser Reise gelten spezielle Annullationsbedingungen:
ab Buchung – 91 Tage vor Reisebeginn: 30 %
90 – 0 Tage vor Reisebeginn: 100 %
Nichterscheinen oder vorzeitiger Abbruch
der Reise: 100 %
In Zusammenarbeit mit