Momiji - Herbstliches Japan
Geschichte, Kunst und Kultur Japans in allen Farben
«Momiji»: Das ist der rot leuchtende japanische Ahorn, der im Herbst die Natur in Seelenlandschaften voller Versonnenheit verzaubert und der für Vergänglichkeit steht aber auch für die Hoffnung auf Neubeginn: Für den Wechsel der Zeiten eben, und Zeitenwechsel hat Japan so viele erlebt! So ist die japanische Kultur stark geprägt von der Spannung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Tradition und Innovation. Aus dieser Vielfalt schöpft auch unsere Reise: Wir spüren dem Übergang der Landschaften von Meer zu alpin anmutendem Gebirge nach. Wir erleben Abgeschiedenheit und Harmonie beim Wandeln durch Japans berühmteste Landschaftsgärten genauso wie pulsierende Urbanität bei der Besichtigung der Megacities des Landes. So lernen wir den ganzen Reichtum der heutigen japanischen Kultur, einschliesslich Alltagskultur, in all seinen komplexen Facetten kennen.
Reiseprogramm
1. – 2. Tag (Sa – So): Erbe der Shogune
Flug nach Tokyo und Fahrt nach Kamakura. Die Stadt war während der nach ihr benannten Epoche de facto die wichtigste Stadt Japans (1185 – 1333), da von hier aus die Shogune das Land regierten. Von der bedeutenden Vergangenheit zeugt heute noch der grosse Buddha, der unterdessen ungeschützt im Freien sitzt, da jede Halle, die zu seinem Schutze gebaut wurde, immer wie-der von Stürmen zerstört wurde. 1 Übernachtung in Kamakura.
3. Tag (Mo): Prosit bei Sake auf Japans Berge!
Unsere Weiterreise führt uns per Bus und Zug in die Berge Japans. Im kleinen, noch recht traditionellen Örtchen Takayama werden wir den Dorfkern mit seiner historischen Einkaufsstrasse erkunden, wo man neben hervorragendem Sake auch einige der besten Miso-Pasten Japans kaufen kann. Daneben werden wir die besterhaltene Statthalter-Residenz Japans besuchen. Vielleicht bleibt auch Zeit, im heissen Wasser eines Onsen zu entspannen. 2 Übernachtungen in Takayama.
4. Tag (Di): Aus der Not eine Tugend
Morgens besuchen wir den Markt von Takayama. Anschliessend lernen wir die kleinen Dörfer Shirakawa-go und Gokoyama kennen, die seit 1995 zum UNESCO-Welterbe zählen. Die Bauweise ihrer Häuser entspricht einem traditionellen Stil, bei dem der schwere Schneefall im Winter besonders steile Dachgiebel nötig macht. Die daraus entstehenden hohen Dachstöcke konnten für die Seidenraupenzucht genutzt werden.
5. Tag (Mi): Landschaftsgärten und Samurais
Wir reisen an die Nordküste, nach Kanazawa. Diese Stadt am Japanischen Meer ist noch ein Geheimtipp für Japanreisende. Neben einem der schönsten Landschaftsgärten Japans werden wir uns hier auch mit der Vergangenheit der Samurais auseinandersetzen und die hervorragend erhaltene Altstadt geniessen. 1 Nacht in Kanazawa.
6. Tag (Do): Quirliges Osaka
Am Vormittag Zugfahrt nach Osaka. Wir spazieren durch den lebhaften Dotonbori-Distrikt mit seinen Leuchtreklamen und Strassenküchen, die im ganzen Land bekannt sind. Vom Umeda Sky Building bietet sich eine einmalige Aussicht auf die Stadt. 1 Übernachtung in Osaka.
7. Tag (Fr): Japans beeindruckendste Burg
Wir verlassen Osaka, um nach Himeji zu reisen. Dort befindet sich die wohl beeindruckendste Burg Japans, die heute noch einen wunderbaren Einblick in die bewegte, kriegerische Geschichte und die Zeit der Samurai und Shogune bietet. Am Nachmittag führt uns unsere Reise nach Okayama, wo wir den Koraku-en Garten besuchen und 1 Mal übernachten.
8. Tag (Sa): Die Kunstinsel Naoshima
Der Vormittag ist der Kunst gewidmet. Mit der Fähre setzen wir auf die Insel Naoshima über. Dort erkunden wir den vom Stararchitekten Tadao Ando errichteten Museumskomplex. Doch die Kunstwerke sind nicht nur im Museum zu bewundern, sondern auch unter freiem Himmel, so dass sich Natur, Museen und Kunstwerke zu einer einheitlichen Erfahrung ergänzen. Am Nachmittag reisen wir per Fähre auf das Festland zurück und fahren nach Nara, wo wir gegen Abend ankommen. 2 Übernachtungen in Nara.
9. Tag (So): Ursprung des Buddhismus
Nara war die erste Hauptstadt nach der Einführung des Buddhismus aus Korea im 6. Jh. So werden wir hier in die Welt der buddhistischen Tempel eintauchen. Wir besuchen unter anderem den Tempel Kofuku-ji, den Kasuga-Schrein und den Todai-ji, in dessen Tempelhalle wir uns den Daibutsu, den grössten bronzenen Buddha der Welt ansehen, der aus dem 8. Jh. erhalten geblieben ist.
10. Tag (Mo): Das Paradies auf Erden
Zum Auftakt des Tages besuchen wir in Ikaruga die Tempelanlage Horyu-ji, auf deren Gelände die ältesten Holzbauten der Welt stehen, die auch zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Unsere Weiterreise führt uns in die kleine Ortschaft Uji. Dieses Dorf ist nicht nur für seinen Grüntee, sondern auch für den Byodo-in, einen Tempel, der das «Reine Land» symbolisiert, berühmt. Für dieses Paradies auf Erden lassen wir uns genügend Zeit, bevor wir nach Kyoto weiterreisen, wo wir zu einer traditionellen Teezeremonie erwartet werden. 3 Übernachtungen in Kyoto.
11. – 12. Tag (Di – Mi): Die kulturelle Hauptstadt
Zwei volle Tage widmen wir uns dem reichen kulturellen Erbe der ehemaligen Kaiserstadt. Wir werden uns für die Entdeckungen Zeit und Musse lassen und dabei einige der bekanntesten kulturellen Schätze Japans kennenlernen. Unter anderem besuchen wir den goldenen Tempel Kinkakuji, lassen den unergründlichen Zen-Garten des Ryoan-ji auf uns wirken und wandeln durch den Nachtigallen-Flur der Burg Nijo-jo. Ein weiterer Höhepunkt ist der berühmte Fushimi-Inari-Schrein mit seinen unzähligen roten Torii. Zudem gibt es etwas Freiraum für Entdeckungen und Einkäufe in Eigenregie.
13. Tag (Do): Die Halle der 1000 Bodhisattvas
Abschluss unseres Aufenthaltes in Kyoto bildet der Besuch der Halle der 1000 Bodhisattvas (San-jusangen¬do) mit den lebensgrossen Holzskulpturen, die in ihrer riesigen Zahl und durch ihre individuelle Gestaltung und Vergoldung beeindrucken. Anschliessend Fahrt mit dem Shinkansen nach Shinagawa und Weiterreise nach Mito. 1 Übernachtung in Mito.
14. Tag (Fr): Die heiligen Schreine von Nikko
Wir besuchen den letzten der «3 berühmten Gärten von Japan» den Kairaku-en. Dieser Landschaftsgarten wurde 1841 von einem Mitglied der Tokugawa-Shogunats-Familie angelegt, zu dieser Zeit noch immer der mächtigste Clan Japans, kurz vor der erzwungenen Öffnung gegenüber dem Westen 1853. Anschliessend besuchen wir Nikko, eine Kleinstadt, die innerhalb Japans grosse Berühmtheit und Verehrung geniesst. Liegen hier doch die sterblichen Überreste des grossen Shogun Tokugawa Ieyasu. Zu seinen Ehren wurde eines der prunkvollsten Mausoleen Japans gebaut. In seiner Üppigkeit kontrastiert es auf beeindruckende Weise mit den sonst eher strengen Shinto-Schreinen im Land. Weiterreise nach Tokyo. 3 Übernachtungen in Tokyo.
15. – 16. Tag (Sa – So): Tokyos Kontraste
Zwei volle Tage sind der japanischen Hauptstadt gewidmet. Wir besuchen den Ueno Park mit einigen der wichtigsten Museen Japans, wie z.B. dem Nationalmuseum oder dem UNESCO geschützten Museumsbau von Le Corbusier. Mit etwas Glück ist der Park bereits in das herbstliche Rot der Ahornblätter getaucht. Nach dem Besuch der kaiserlichen Palastanlage tauchen wir in das emsige Treiben des Ginza Quartiers ein, eine der berühmtesten Einkaufsmeilen der Welt. Nach diesen kulturellen Höhepunkten wenden wir uns der Geschichte des Kaisers nach der Meiji Revolution zu und besuchen einen der bedeutendsten Shinto Schreine des Landes. Natürlich bleibt auch Zeit für Einkäufe und Besichtigungen in Eigenregie.
17. Tag (Mo): Rückreise
Morgens Fahrt zum Flughafen und Rückflug in die Schweiz, wo wir am Abend landen.
Konzept und Leitung
Linda Christinger
Ethnologie und Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Fernost
Bereits in ihrer Kindheit weckte das Judô-Training ihr Interesse an Fernost. Sie vertiefte es bei ihrem Studium der Ethnologie und der ostasiatischen und europäischen Kunstgeschichte. Dank diesem Hintergrund kann sie ihren Gästen die oft sehr fremd anmutenden Kulturen jener Länder näherbringen.
MEHR LESENReisedatum
07.11.2026 bis 23.11.2026
Dauer
17 Tage
Preis
ab/bis Zürich
CHF 9270.–
Einzelzimmerzuschlag
CHF 1920.–
Mindest-Teilnehmerzahl
14, maximal 20
Leistungen
- Flüge Zürich – Tokyo – Zürich
- Bequemer Reisebus
- Zugfahrten in 2. Klasse
- Alle Eintritte und Führungen
- Gute Erstklass- und Mittelklassehotels
- Täglich Frühstück, 6 Hauptmahlzeiten
- Klimaneutral durch CO2-Kompensation