Kunstraum Rotterdam - Den Haag
Architektur und Avantgarde in den südlichen Niederlanden
Diese Reise bietet Entdeckungen für alle, die Holland jenseits des Grachtenidylls erleben möchten: Rotterdam, ein städtebauliches Labor, überrascht mit kühner Architektur und kreativem Wandel, Den Haag lockt mit Kultur und Meeresnähe, und in Delft und Otterlo begegnen wir Geschichte, Natur und Design in spannendem Miteinander. Und überall, drinnen wie draussen, stossen wir auf Kunstwerke alter und neuer Meister – Zeugnisse eines seit jeher international orientierten und weltoffenen Landes.
REISEPROGRAMM
1. Tag (Mo): Beschwingt nach Rotterdam
Die Anreise per Flug und Bustransfer führt uns direkt ins Hotel im Zentrum Rotterdams, der Bühne modernster Architektur. Auf einem ersten Rundgang können wir im Ortsteil Delfshaven erahnen, wie die Grossstadt vor dem NS-deutschen Luftangriff 1940 ausgesehen hat. Danach flanieren wir durch ausgewählte urbane Plätze und stimmen uns beim gemeinsamen Abendessen auf die Reise ein. 6 Übernachtungen in Rotterdam.
2. Tag (Di): „Haven ’n’ Heaven“
Eine ausgedehnte Stadtwanderung peilt den von aussergewöhnlichen Bauten umkreisten Alten Hafen an und gelangt über die spektakuläre Erasmusbrücke in das strukturell verwandelte Areal auf dem Kop van Zuid. Um die Konturen einer globalisierten Stadt wahrzunehmen, besuchen wir dort das neu eröffnete Nederlands Fotomuseum. Optional bietet sich ein Besuch des Fenix Museums für Migrationskunst an. Beide Museen sind in umgenutzten ehemaligen Speichergebäuden am Maashaven untergebracht.
3. Tag (Mi): Homo faber
Mit dem Sonneveld Huis von 1933 lernen wir die Wohnung des Direktors jener Van Nelle Fabrik kennen, die wir am Nachmittag besuchen. Die Firma für Kaffee-, Tee- und Tabakproduktion gehört als Paradigma des Internationalen Stils zum UNESCO-Weltkulturerbe. Einem Rechtsanwalt verdankt Rotterdam sein grösstes Kunstmuseum, und der Grundbestand des Frans Jacob Otto Boijmans wurde um die Sammlung des Industriellen und Reeders Daniël George van Beuningen erweitert. Eine umfassende Renovation hat das erste öffentlich zugängliche Kunstdepot der Welt ermöglicht. Anschliessend besuchen wir die von Rem Koolhaas entworfene Kunsthal, die zu den markanten Beispielen zeitgenössischer Architektur Rotterdams zählt.
4. Tag (Do): ’s-Gravenhage met duinen
Den Haag ist um ein ehemaliges Jagdschloss entstanden und beherbergt heute die niederländische Regierung. Gemeinsam mit Scheveningen bildet die Stadt ein faszinierendes Spannungsfeld zwischen Politik, Kultur und Meer. Wir beginnen bei den Dünen und entdecken Zeugnisse des berühmt-berüchtigten Atlantikwalls, bevor wir das Museum Voorlinden mit seinem von Piet Oudolf gestalteten Garten besuchen. Eine englische Villa bietet Gelegenheit zur Musse, bevor wir den privaten Clingenbosch Sculpture Garden erkunden.
5. Tag (Fr): Seitenblicke
Heute verlassen wir den urbanen Raum zugunsten einer Heidelandschaft, die einst der Kaufmann Anton Kröller und seine deutschstämmige Frau Helene Müller erwarben. Er wollte ein Jagdrevier erschliessen, sie suchte die Harmonie zwischen Kunst und Natur. Infolge der Weltwirtschaftskrise musste das Anwesen verkauft werden. 1938 machten die Niederlande die Sammlung und den Park östlich von Otterlo der Öffentlichkeit zugänglich.
6. Tag (Sa): Musische Stunden
Nochmals muss es Den Haag sein! Das von Hendrik Petrus Berlage im Stil des Rationalismus entworfene und 1935 eröffnete Kunstmuseum vereint stadtgeschichtliche Exponate, kunsthandwerkliche Kostbarkeiten sowie bedeutende Werke der Haager Schule und der De-Stijl-Gruppe. Im geschichtsträchtigen Mauritshuis, unmittelbar neben dem Ministersitz, begegnen wir Meisterwerken der flämischen und niederländischen Malerei. Sechzehn Räume laden dazu ein, Werke von Rogier van der Weyden, Rembrandt und vielen weiteren grossen Künstlern zu entdecken.
7. Tag (So): Ins Blaue hinein
Allmählich müssen wir wieder an die Heimreise denken, aber nicht ohne das Kobaltblau der Delfter Steingut-Manufaktur gesehen zu haben. Das idyllische Delft ist auch die Heimatstadt Vermeers, dessen «Meisje met de parel» ja auch einen blauen Turban trägt. Hier lassen wir unseren Sinnen freien Lauf bis zum Abflug.
Konzept und Leitung
Andreas Jahn
Kunstgeschichte, Germanistik
Seit dem Studium pflegt er den Austausch zwischen Sprache und bildender Kunst. Seine Vermittlertätigkeit, auch als Reiseleiter, über Malerei, Literatur und Architektur folgt dem Motto Goethes: «Das Vielfache, was er an sich ausgebildet hat, zu anderer Nutzen täglich und stündlich zu gebrauchen...»
MEHR LESENReisedatum
21.06.2027 bis 27.06.2027
Dauer
7 Tage
Preis
ab/bis Zürich
CHF 4150.–
Einzelzimmerzuschlag
CHF 660.–
Mindest-Teilnehmerzahl
12, maximal 20
Leistungen
- Flug Zürich – Amsterdam – Zürich
- Öffentliche Verkehrsmittel
- Bequemer Reisebus für Transfers
- Alle Eintritte und Besichtigungen
- Zentral gelegenes 4*-Hotel
- Frühstück und 5 Hauptmahlzeiten
- Klimaneutral durch CO2-Kompensation
Hinweis
Während der Reise werden einige Strecken zu Fuss zurückgelegt. Eine entsprechende Kondition und Ausdauer werden daher vorausgesetzt.
In Zusammenarbeit mit