Griechische Ostern in Makedonien
In der Heimat von Alexander des Grossen
Jahrhundertealte Traditionen auch aus vorchristlicher Zeit, verbinden das griechische Osterfest mit dem Erwachen des Frühlings. Das wichtigste Fest des Jahres bedeutet für Griechen weit mehr als nur religiöse Festlichkeiten. Vor allem der Süden des Landes mit seinen Inseln steht um diese Jahreszeit im Rampenlicht des Tourismus. Im Gegensatz dazu bietet der Norden mit seinen vielfältigen Landschaften, historischen Ausgrabungen und orthodoxen Klöstern, die zur Osterzeit in besonderem Glanz erstrahlen, unvergessliche Erlebnisse.
REISEPROGRAMM
1. Tag: Flug nach Thessaloniki
Morgenflug in die Hauptstadt Makedoniens. Nach dem Transfer ins Hotel treffen wir am Nachmittag unsere Reiseleitung bei der Kirche des Heiligen Dimitrios. Mit dem Bus geht es hinauf zur Zitadelle Eptapyrgion, von wo aus wir einen ersten Eindruck der bewegten Geschichte der Stadt erhalten. Zu Fuss erkunden wir beim Abstieg die faszinierende Metropole mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten. Erstes Abendessen in einer Taverne der Altstadt. 2 Übernachtungen in Thessaloniki.
2. Tag: Rotonda & Byzantinisches Museum
Morgens Besuch der Rotonda, ursprünglich als Mausoleum für den römischen Kaiser Galerius gedacht, später als Kirche geweiht. Weltweit eines der ältesten Beispiele frühchristlicher Kunst. Das byzantinische Museum wurde 2005 zum Besten Europas gewählt. Wir erfahren viel über die ersten christlichen Gemeinden Nordgriechenlands. Auch zahlreiche Exponate aus der byzantinischen Epoche zeugen von der vielfältigen Geschichte der Stadt. Mittagessen in einem Restaurant, der Nachmittag steht zur freien Verfügung.
3. Tag: Geburtsort Alexanders des Grossen
Immer wieder fördern aktuelle Grabungen in Pella, der antiken makedonischen Hauptstadt, neue Stadtbezirke ans Tageslicht. Ursprünglich am Meer gelegen, veränderten Ablagerungen des Axios Flusses die Landschaft. Grossflächige Kieselsteinmosaike zeugen von der einstigen Pracht. Weiterfahrt Richtung Süden. 2 Übernachtungen in Kalambaka.
4. Tag: Meteora Klöster – UNESCO Welterbe
Der Tag ist der Besichtigung mehrerer Meteora Klöster gewidmet. Auf kleinsten Gipfelplateaus, wie auf Wolken schweben kunstvoll platzierte Klöster mit blumenreichen Innenhöfen und winzigen Gärten. Mittagessen in einer traditionellen Taverna. Sollte es uns möglich sein, besuchen wir zudem einer der Messen.
5. Tag: Blick auf den Götterberg
Griechenlands höchster Berg hebt sich fast 3000 m hoch in den Himmel. Zu Füssen von Zeus einzigartiger Wohnstätte liegen die Ruinen seines Heiligtums. Hier in Dion versammelte einst Alexander seine Krieger, um vor seinem Asienfeldzug Zeus Opfer zu bringen. Mittagessen in einer Taverna. Nachmittags Weiterfahrt nach Thessaloniki. 7 Übernachtungen in der Hauptstadt Makedoniens.
6. Tag: Auf den Spuren des Apostels Paulus
Auf Schritt und Tritt entdecken wir am Vormittag zu Fuss die Stadt neu, die abwechslungsweise belagert, geplündert und wieder aufgebaut wurde. Landsleute, Intellektuelle, Künstler, Händler, Angreifer sowie Eroberer vieler Nationen hinterliessen ihre Spuren. 50 nach Christus gründete der Apostel Paulus eine der ersten christlichen Gemeinden der Stadt. Wir besuchen dabei mehrere Kirchen: Die Ikone des Dornengekrönten wird durch die Abendmahl-Darstellung abgelöst, Brot, Eier und Salz werden in kleinen Körben in die Kirchen gebracht und mit Basilikum und Weihwasser besprengt. Am Nachmittag Besuch des Archäologischen Museums, das Fundstücke aus Thessaloniki und der Region Makedoniens bis in die neolithische Zeit zeigt.
7. Tag: Vergina und Veria
Der Vormittag steht zur freien Verfügung. Am Nachmittag Fahrt nach Vergina: Die Grabstätte Philipps II., Vater Alexanders des Grossen, gehört zum UNESCO Welterbe. Die goldenen Grabbeigaben lassen uns staunen und führen uns in die Zeit, als Alexander die damalige Welt eroberte und griechische Kultur weitertrug. Kurze Weiterfahrt nach Veria, die Stadt der 80 Kirchen. In der Abendandacht wird die Passionsgeschichte verlesen, anschliessend führt eine Prozession um die Kirche herum; in einigen Kirchen findet auch die Fusswaschung statt.
8. Tag: Kreuzesabnahme und Grablegung
Karfreitag in Thessaloniki – ein besonderes Erlebnis. Traditionelle Prozessionen finden in verschiedenen Kirchen statt. Bereits frühmorgens begeben sich die Gläubigen in die Liturgie. Nach der Kreuzesabnahme findet die Grablegung «Epitaphios» statt. In fast jeder Kirche gibt es eine goldgestickte Darstellung der Grablegung auf rotem Samt, die in einem Schrein für diesen Tag aufbewahrt wird. Traditionelle Prozessionen und Trauergottesdienste finden abends statt. Für die orthodoxen Griechen ist es der strengste Fastentag.
9. Tag: Zum Meer – und die erste Auferstehung
Am Vormittag unternehmen wir einen Ausflug mit dem Bus zur Kolochori-Lagune. Mit etwas Glück sehen wir pinke Flamingos und noch weitere Wasservögel. Im Anschluss geniessen wir eine Weindegustation mit einer kleinen Stärkung. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Die erste Auferstehung wird traditionell frühmorgens gefeiert: Die schwarzen Tücher werden entfernt und Lorbeerzweige als Zeichen des Sieges verteilt; die Festtagsikone wird aufgestellt mit der Hadesfahrt Christi, auf der er die Frommen der Vorzeit ans Licht emporzieht. Das grösste Ereignis des christlichen Jahreszyklus findet jedoch abends statt – die Mitternachtsmesse, die wir gemeinsam besuchen. Die Kirche ist dunkel, während der Pope unheimlichen Lärm verbreitet, um Dämonen zu vertreiben.
10. Tag: Ostersonntag
Ein Tag mit variablem Programm. In verschiedenen Regionen und Kirchen wird am Ostersonntag die Auferstehungsikone in einer Prozession durch die Strassen geführt. In Athen und Thessaloniki sitzen 12 Bischöfe in der Metropoliten-Kirche und verlesen die Evangelien in verschiedenen Sprachen, die sogenannte «Agape» – Liebe. Um Mitternacht öffnen sich die Pforten der Sakristei, und der Pope tritt mit der brennenden Kerze den Gläubigen entgegen und gibt das Licht an die Gemeinde weiter mit den Worten: «Christos Anesti – Christus ist auferstanden», und die Gemeinde antwortet: «Alithos Anesti – Wahrhaftig, er ist auferstanden». Der Gruss wie die Auferstehungsikone bleiben während 40 Tagen bestehen.
11. Tag: Halkidiki und die Heilige Halbinsel
Ganztägiger Ausflug mit dem Bus nach Halkidiki mit Halt in Arnea. Nach Möglichkeit unternehmen wir eine Bootsfahrt entlang der Küste des Heiligen Berges Athos, dem für Frauen unzugänglichen Mönchsstaat. Am Nachmittag Rückfahrt nach Thessaloniki. Gemeinsames Abschiedsessen zum Ausklang der Reise.
12. Tag: Rückreise in die Schweiz
Nach erlebnisreichen Tagen voller Geschichte, eindrucksvoller Klöster und unvergesslicher Osterfeierlichkeiten in Griechenland heisst es Abschied nehmen und wir fliegen zurück nach Zürich.
Konzept und Leitung
Verena Krebs
Spezialistin für Kultur- und Naturreisen
Die Weltbürgerin baut gerne Brücken zu Menschen, Kultur und Natur auch noch so entlegener Reiseländer. Sie hat die Welt im wahrsten Sinne des Wortes «erfahren», und mit dieser Erfahrung, ihrer offenen Art und ihrer ansteckenden Begeisterung macht sie jede Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis.
MEHR LESENReisedatum
23.04.2027 bis 04.05.2027
Dauer
12 Tage
Preis
ab/bis Zürich
CHF 4350.–
Einzelzimmerzuschlag
CHF 570.–
Mindest-Teilnehmerzahl
12, maximal 25
Leistungen
- Flüge Zürich – Thessaloniki – Zürich
- Bequemer Reisebus
- Alle Eintritte und Führungen
- Ausgewählte Mittelklassehotels
- Frühstück und 12 Hauptmahlzeiten
- Klimaneutral durch CO2-Kompensation