Faszination Namibia

Zwischen kolonialem Erbe und dynamischer Gegenwart

Povanhu – aus dem Oshikwanyama: bei den Menschen, mit den Menschen, durch die Menschen. Das ist die Philosophie dieser Reise: bewusst, respektvoll und mit echtem Mehrwert für alle Beteiligten. In einer Kleinstgruppe erkunden wir auf einer sorgfältig kuratierten Route die bewegte Geschichte und lebendige Gegenwart Namibias – abseits ausgetretener Pfade. Gemeinsam mit Expert:innen aus Namibia und der Schweiz besuchen wir Museen, Märkte und familiäre Gasthäuser, sprechen mit spannenden Menschen und erleben vielfältige Lebensrealitäten – besonders im kaum bereisten zentralen Norden. Natürlich bleibt auch Zeit, Namibias Landschaft, Tierwelt und besondere Unterkünfte – wo möglich in lokalem Besitz – zu geniessen. Eine Reise voller Tiefe und Begegnungen, die in Erinnerung bleiben.

REISEPROGRAMM

1. Tag (Mo): Nachtflug in den Süden

Abflug nach Windhoek, wo wir am nächsten Mittag landen.

2. Tag (Di): Ankommen in Namibia

Unsere erste Station ist eine liebevoll gestaltete, luxuriöse Lodge am Stadtrand von Windhoek – ideal, um sich vom Flug zu erholen und an das sommerliche Klima zu gewöhnen. Beim gemeinsamen Sundowner und anschliessenden Nachtessen lernen wir uns kennen und stossen auf unser Abenteuer Namibia an. 2 Nächte in Windhoek.

3. Tag (Mi): Erste Erkundung Windhoeks

Wir lassen es ruhig angehen und unternehmen am Nachmittag eine erste Erkundungstour durch Windhoek – eine afrikanische Stadt, in der sich koloniales Erbe und Aufbruchstimmung mischen. Wir erkunden, wie sich der Übergang zur Unabhängigkeit im Stadtbild zeigt, und diskutieren das beim Nachtessen im Zentrum.

4. Tag (Do): Durchs Herz des Kolonialismus

Auf langen, aber guten Strassen bekommen wir ein Gefühl für die Weiten Namibias, die Geschichte und Leben bis heute prägen. Die Fahrt führt durch das Zentrum der kolonialen Viehwirtschaft bis zur Minenstadt Tsumeb, deren Zentrum wir bei einem Spaziergang am Spätnachmittag erkunden. 1 Übernachtung in Tsumeb.

5. Tag (Fr): Rote Linie & strukturelle Grenzen

Mit einer lokalen Expertin erkunden wir Tsumeb: verschiedene Quartiere, den alten Minenschacht und den Einfluss des Bergbaus auf die Stadt. Auf der Weiterfahrt nach Norden überqueren wir die «Rote Linie» – eine koloniale Grenze, die noch heute Zentralnamibia von den kommunal verwalteten Gebieten im Norden trennt. Landschaft, Siedlungsstruktur, Bauweise und Landwirtschaft verändern sich sichtbar. Ziel ist eine besondere Lodge in Ongula. 2 Nächte in Ongula.

6. Tag (Sa): Dorfleben & Handwerk in Ongula

Wir verbringen zwei Nächte in einer nach traditioneller Bauweise errichteten Lodge in einem typischen Gehöft. Ein Rundgang bietet Einblicke in lokales Handwerk und kleinbäuerliche Landwirtschaft. Wir probieren regionale Küche und erkunden das Dorf zu Fuss.

7. Tag (So): Widerstand und Musik

Am Vormittag besuchen wir mit einer Historikerin die Stadt Ondangwa – einst Rekrutierungsort für Wanderarbeiter unter südafrikanischer Herrschaft. Die Vergangenheit ist trotz moderner Strukturen spürbar. Nach dem Marktbesuch fahren wir weiter nach Omuthiya. Im Musikmuseum erfahren wir mehr über die Rolle von Musik für Wanderarbeiter. Abends sind wir zu einem traditionellen Essen in einem privaten Gehöft eingeladen. 1 Nacht in Omuthiya.

8. Tag (Mo): Durch Etosha – auf alten Wegen

Heute geht es in den weltberühmten Etosha Nationalpark. Was früher ein beschwerlicher Fussmarsch war, ist heute eine eindrucksvolle Fahrt durch eines der tierreichsten Gebiete Afrikas. Mittagessen im alten Fort Namutoni, einst Kontrollpunkt für Menschen- und Tierbewegungen. Abends beobachten wir Wildtiere am beleuchteten Wasserloch. 2 Übernachtungen in einer Rest Camp im Etosha Nationalpark.

9. Tag (Di): Tierbeobachtungen in Etosha

Der Tag steht ganz im Zeichen der Tierbeobachtung – am Vormittag und Nachmittag gehen wir auf Pirschfahrt. Wer möchte, kann an einer Nachttour teilnehmen. Alternativ kann man die besondere Stimmung der Buschsavanne im Camp individuell geniessen. Auch zur Geschichte des Gebiets vor der Parkgründung wird erzählt.

10. Tag (Mi): Eisenbahn und Savanne

Wir fahren weiter in Richtung Outjo, dann entlang der Bahnlinie, mit der früher tausende Wanderarbeiter zu ihren Arbeitsplätzen reisten. Ziel ist Omaruru, eine am gleichnamigen Fluss gelegene Kleinstadt mit einer faszinierenden Geschichte. 1 Übernachtung in Omaruru.

11. Tag (Do): Geschichte(n) in Usakos

Die Fahrt führt durch das Erongo-Gebirge, einst Teil des Damara Homeland. In Usakos besuchen wir mit dem Kurator des kleinen Museums das ehemalige Eisenbahngelände. Wir erfahren mehr über die Geschichte der Stadt und sehen eine einzigartige Fotosammlung afrikanischer Frauen. 1 Nacht in Usakos.

12. Tag (Fr): Durch die Wüste an die Küste

Richtung Küste verwandelt sich die Landschaft zur Wüste. Nach einem Halt in der Minenstadt Arandis, die zur Unterbringung von Minenarbeitern errichtet wurde, haben Sportliche die Gelegenheit, «Dune 7» zu erklimmen. In der Küstenstadt Walvis Bay bleibt Zeit für Strandbesuche, individuelle Stadterkundung oder Erholung im Hotel. 2 Nächte in Walvis Bay.

13. Tag (Sa): Fischereistadt Walvis Bay

Während einer Stadtrundfahrt erhalten wir Einblicke in Wirtschaft und Geschichte der Stadt, die bis 1994 zu Südafrika gehörte. Am Nachmittag fahren wir durch die Salzpfannen bis an den Atlantik, wo wir zahlreiche Vögel und Wassertiere beobachten. Gemeinsames Essen am Meer rundet den Tag ab.

14. Tag (So): Der grüne Fluss in der Wüste

Über Schotterstrassen erreichen wir den Kuiseb Fluss, eine grüne Oase in der Wüste. Ein lokaler Führer berichtet vom Überleben in dieser kargen Region – früher und heute. Dann fahren wir durch die Namib bis zum Randstufengebirge, das Küstenwüste und Hochland trennt. In einer einsamen Lodge geniessen wir die Ruhe und den Sternenhimmel. 1 Übernachtung in der Namib-Wüste.

15. Tag (Mo): Vom Hochland nach Windhoek

Nach einem gemütlichen Start überqueren wir den Gamsberg-Pass und fahren durch das Khomas Hochland zurück nach Windhoek. Dort erwartet uns ein schönes Hotel, bevor wir beim individuellen Nachtessen auf unsere Reise anstossen. 2 Nächte in Windhoek.

16. Tag (Di): Katutura und Erinnerungskultur

Wir besuchen die „Old Location“, wo bis 1959 die schwarze Bevölkerung Windhoeks lebte, und das Township Katutura, wo die Vertriebenen untergebracht wurden. Wir besichtigen einen früheren Wanderarbeiter-Compound und erleben das heutige Leben im Township. Nach einem Mittagessen am offenen Markt besuchen wir eine Frauen-Kooperative. Der Tag endet mit einem Essen auf dem Dach des Unabhängigkeitsmuseums.

17. Tag (Mi): Souvenirs und Gespräche

Am Morgen bleibt Zeit für Gespräche mit den Expert:innen und den Kauf letzter Souvenirs. Anschliessend fahren wir zum Flughafen.

18. Tag (Do): Zurück in die Schweiz

Ankunft in der Schweiz.

Konzept und Leitung

Dr. Giorgio Miescher

Historiker und Geograph

Afrika faszinierte Giorgio Miescher schon in seiner Jugend. Was als Abenteuerreisen durch die Sahara begann, führte nach dem Geschichts- und Geographiestudium zu einer intensiven Forschung zu Namibia und Südafrika. Nach Jahrzehnten an Universitäten in Basel, Windhoek und Kapstadt möchte er seine Begeisterung nun auch ausserhalb der Uni weitergeben.

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Reisedatum

02.11.2026 bis 19.11.2026

Dauer

18 Tage

Preis

ab/bis Zürich

CHF 10100.–

Einzelzimmerzuschlag

CHF 360.–

Visum (inkl.)

CHF 120.–

Mindest-Teilnehmerzahl

6, maximal 8

Leistungen

  • Flüge Zürich – Windhoek – Zürich
  • Fahrten in geländegängigem Fahrzeug
  • Alle Eintritte und Führungen
  • Sorgfältig ausgesuchte, teils einfache, aber gepflegte Unterkünfte in lokalem Besitz. Alle Zimmer mit Bad und, wo nötig, Klimaanlage
  • Begleitung durch zweiten Experten aus der Schweiz sowie einen lokalen englisch sprechenden Tour Guide
  • Vollpension
  • Klimaneutral durch CO2-Kompensation

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