Alumni Basel-Reise: Ecuador mit Galapagos

Auf den Spuren von Humboldt und Darwin

Die Professoren Dr. Patricia Holm und Dr. Jürgen Holm nehmen Sie mit in eine einzigartige Welt der Anden und Vulkaninseln.

Kaum ein Land in Südamerika eröffnet eine solche Vielfalt an Lebensräumen wie Ecuador. Ob es der erst wenig erforschte, fast mystisch wirkende Nebelwald an den Hängen der Anden ist, der tropische Regenwald des Amazonas oder die unvergleichliche Tierwelt auf den Vulkaninseln des Galapagos-Archipels – das Entdecken, Staunen, Wundern nimmt auf dieser Reise kein Ende. Begleiten Sie ausgewiesene Biologen und Geologen, die für Sie das Gesehene einordnen und damit unvergessliche Eindrücke entstehen lassen! Abgerundet und ergänzt wird diese Reise durch Vorträge und Diskussionen zu den naturwissenschaftlichen Hintergründen über Flora und Fauna, Evolutionsbiologie, Vulkanologie und Erdentstehung sowie zu verbindenden Konzepten und neuen Theorien aus der Forschung.

REISEPROGRAMM

1. Tag (Fr): Auf zum Äquator
Am frühen Morgen Abflug aus der Schweiz. Wir erreichen Quito, die Hauptstadt Ecuadors am Abend. Wir werden von unserem lokalen, deutschsprechenden Führer empfangen und zu unserem Hotel im historischen Stadtzentrum begleitet. Mit den beiden Übernachtungen in Quito haben wir Zeit, Zeugen der kolonialen Hintergründe zu besuchen und einen Eindruck dieser Stadt des ewigen Frühlings zu gewinnen.

2. Tag (Sa): Die Kontraste Quitos
Am Vormittag besichtigen wir die Sehenswürdigkeiten Quitos, die wegen ihrer zahlreichen sehenswerten Sakralbauten auch als Kirchenstadt oder Schatzkammer Südamerikas bezeichnet wird. Die Seilbahn bringt uns anschliessend auf den Rucu Pichincha, von wo sich uns eine einmalige Aussicht über die Hauptstadt eröffnet.

3. Tag (So): Ecuadors Vergangenheit
Auf in den Nebelwald! Auf dem Weg dorthin besuchen wir ein Museum am Westhang der Anden, das der reichhaltigen präkolonialen Yumbo-Kultur gewidmet ist. An den Ufern des Rio Tulipe sind mehrere gut erhaltenen Bauwerke aus der Zeit von 800- 1660 zu besichtigen. Am Nachmittag erreichen wir unsere Lodge. Sie liegt mitten in der nahezu unberührten Natur des Mindo-Nambillo Nebelwaldes. Dieses gemischte Ökosystem aus Nebelwald und Bergregenwald gilt als eines der eindrucksvollsten Naturschutzgebiete Ecuadors und wurde zu einem der bedeutendsten Vogelschutzgebiete Südamerikas erklärt. Zwei Übernachtungen in einer Lodge mitten im Nebelwald.

4. Tag (Mo): Kolibris, Tangaren und Tukane
Früh Aufstehen lohnt sich! Schon der Morgen auf der Terrasse unserer Lodge wird uns verzaubern: Schillernde Kolibris schwirren um unsere Köpfe, und eine Vielzahl an Vogelarten sind im Morgengrauen aktiv. In Paz de los Aves, einem Vogelparadies, dem Choco-Andino Biosphären-Reservat zugehörig, werden wir durch kundige lokale Führer geleitet und einen unvergesslichen Einblick in die Vielfalt der Vogelwelt erhalten. Tukane mit ihren mächtigen Schnäbeln, farbenfrohe Tangaren, unzählige Kolibris und mit Glück sogar der mystische, leuchtend orange gefärbte Felsenhahn, erwarten uns.

5. Tag (Di): Zurück ins Hochland
Heute machen wir uns auf den Weg und besuchen die Yunquilla Community, die sich seit 30 Jahren durch intensive und erfolgreiche Bemühungen um einen nachhaltigen Schutz des sie umgebenden Mindo-Nambillo Nebelwaldes auszeichnet. Anschliessend geht es weiter zu einer historischen Hacienda im Hochland. Zwei Übernachtungen in der Hacienda.

6. Tag (Mi): Der Anden-Kondor
Der heutige Ausflug steht im Zeichen des Anden-Kondors. Wir folgen den Spuren von Alexander von Humboldt, vorbei an Schluchten und kleinen Seen zum Antisana Nationalpark. Dieser Nationalpark, am Fusse des schneebedeckten Vulkans, zeichnet sich durch zahlreiche endemische, nur hier vorkommende Pflanzen und Tiere, aus.

7. Tag (Do): Zu Luft und Wasser
Wir verlassen die Hacienda und unternehmen einen kurzen Flug ins Amazonasbecken. Wenig entfernt wartet schon die Bootsanlegestelle, von wo wir mit dem Kanu tief in den Urwald hineinfahren. In unserer wunderschön gelegenen Lodge werden wir zunächst mehr über das einmalige Ökosystem des Regenwaldes erfahren und erkunden schon bald unter ortskundiger Führung unsere neue Umgebung. Drei Übernachtungen in der Lodge.

8.–9. Tag (Fr–Sa): Im Amazonas-Regenwald
Zwei volle Tage dürfen wir der Entdeckung dieses grossartigen Regenwalds im einmaligen Yasuni-Nationalpark widmen. Aus der luftigen Höhe eines Aussichtsturms beobachten wir die Bewohner und Besucher der oberen Stockwerke dieses Tropenwaldes. Riesenotter lassen sich oft an den amphibischen Gewässern der Amazonas-Seitenflüsse beobachten. Die reiche und vielfältige Vogelwelt offenbart sich uns unter kundiger Führung, und mit Geduld und Glück wird uns vielleicht ein Blick auf die urtümlichen Hoazins gewährt. Wir werden uns am spektakulären Anblick einer Lehmwand erfreuen können, an der sich Hunderte von farbenfrohen Papageien mit Mineralstoffen versorgen! Auch ein nächtlicher Ausflug ist vorgesehen, bei dem wir die tagsüber gut verborgenen Tiere, wie Reptilien und Amphibien, im Schein unserer Taschenlampen aufzuspüren versuchen.

10. Tag (So): Vom Regenwald ins Hochland
Wir verlassen den Regenwald, und im motorisierten Kanu geht es nach Coca, von wo wir nach Quito fliegen. Je nach Ankunft bleibt noch Zeit für die eine oder andere Besichtigung in der Hauptstadt. Am Abend erwartet uns ein Abschiedsessen, während dem wir die Erlebnisse der bisherigen Stationen unserer Reise noch einmal Revue passieren lassen. Eine Übernachtung bei Quito.

11. Tag (Mo): Auf nach Galapagos!
Am Vormittag Flug nach Baltra, wo wir auf unserem Schiff Alya erwartet werden. Ein erster Ausflug bringt uns ins Hochland von Santa Cruz, das oft im Nebel liegt und von üppigen Pflanzen bewachsen ist. Wir können Riesenschildkröten bestaunen, die manchmal sogar zwischen Kühen grasen. Die beeindruckende Vogelwelt fasziniert mit einer ganz andersartigen Vielfalt als im Amazonas. Fünf Übernachtungen an Bord unseres Schiffes.

12. Tag (Di): Punta Moreno & Elisabeth Bay (Isabela)
Am Vormittag erkunden wir die an der Nordküste der Insel Isabela gelegene zerklüftete, junge Lavabucht von Punta Moreno, die selten von Touristen besucht wird. Hier bezaubern einzigartige Lagunen, die von Flamingos und vielen anderen Wasservögeln besucht werden. Bei guter Sicht eröffnet sich der Blick auf die drei aktiven Vulkane der Galapagos-Inseln, Cerro Azule, La Cumbre und Sierra Negra. Am Nachmittag geht es an die Westküste der Insel, die von kalten Strömungen profitiert und so die hier vorkommenden Galapagos-Pinguine, Pelikane, Kormorane und viele andere Tierarten anzieht.

13. Tag (Mi): Urbina Bay (Isabela) & Punta Espinosa (Fernandina)
Bei der Anlandung in der Urbina Bucht könnten wir von Landleguanen begrüsst werden, die ihre Höhlen im Korallensand bauen. Ein Ausflug ins Inselinnere bringt uns in die Trockenzone der Insel. Die Insel wird charakterisiert durch fünf der sechs grössten Vulkane Galapagos. An jedem dieser Kegel lebt eine nur hier vorkommende Art der Riesenschildkröten. Am Nachmittag besuchen wir eine der jüngsten Inseln des Archipels, die Insel Fernandina. Sie wird selten angefahren, und so können wir hier die Ursprünglichkeit der rauhen Natur geniessen. Eine grosse Meerechsen-Kolonie bevölkert die Lavafelder. Die nahrungsreichen Gewässer der kalten Cromwell-Strömung ziehen Scharen der flugunfähigen Kormorane und Galapagos-Pinguine an.

14. Tag (Do): Tagus Cove & Vincente Roca (Isabela)
Heute ist die Tagus-Cove unser erstes Ziel. Wegen ihrer geschützten Lage war sie schon bei Piraten und Walfängern beliebt, wie den zahlreichen, in die umliegenden Felsen eingeritzten Schiffsnamen entnommen werden kann. Wir geniessen eine grossartige Panorama-Sicht und blicken auf einen kreisrunden Salzwassersee, die Laguna Darwin. Galapagos-Spottdrosseln, Darwin-Finken und zahlreiche andere Vögel lassen sich in der hier vorherrschenden Trockenvegetation gut beobachten. Anschliessend erkunden wir die Küste bei Vincente Roca per Schlauchboot. Dabei haben wir Gelegenheit, die einmalige Unterwasserwelt beim Schnorcheln zu erkunden. Mit etwas Glück lässt sich auch der legendäre Mondfisch hier blicken und aufmerksame Beobachter werden sich am Anblick der Seepferdchen erfreuen.

15. Tag (Fr): Espumilla Beach und Puerto Egas (Santiago)
Die Insel Santiago zeichnet sich durch eine wunderschöne lange Küste aus. Die Erosion hat aus schwarzen Lavalandschaften Höhlen, Buchten und Becken geschaffen – eine gute Gelegenheit, um die Unterwasserwelt der Gezeitentümpel mit Biologenaugen und trockenen Fusses zu erforschen. Weiter geht es dann zum Salzkrater von Puerto Egas. Auf dem Weg können oft Seelöwen und mit etwas Glück die seltenen Seebären beobachtet werden. Galapagos-Bussarde kreisen über der kargen Landschaft. Charles Darwin hat die Bucht 1835 besucht und in seinem Buch Voyage of the Beagle beschrieben.

16. Tag (Sa): Bachas Beach, Nachmittag frei (Sta Cruz)
Ein interessanter Kontrast zu den vorher besuchten schwarzen Lavastränden erwartet uns bei Bachas Beach, einem feinen weissen Korallensandstrand, der auch von Meeresschildkröten als Nistplatz gewählt wird. In der benachbarten Brackwasser-Lagune versammeln sich zahlreiche Vögel, und so können wir unter anderem Flamingos, Blaufusstölpel, Regenbrachvögel und Stelzenläufer beobachten. Nach diesem Strandbesuch schiffen wir aus und checken im Hotel in Puerto Ayora ein. Den Nachmittag können wir ganz frei für Erkundungen auf eigene Faust gestalten. Zwei Übernachtungen in Puerto Ayora, dem Hauptort der Galapagos-Inseln.

17. Tag (So): Tortuga Bay und Charles Darwin Station (Sta Cruz)
Ein Spaziergang durch einen Kakteenwald bringt uns zur mangrovengesäumten Tortuga Bucht. Eine kleine geschützte Bucht im Westen des Strandes ermöglicht noch einmal einen Blick in die grossartige Unterwasserwelt, die Beobachtung von bunten Krabben am Strand oder den ungewöhnlichen Meeresleguanen. Am Nachmittag besuchen wir die Forschungsstation Charles Darwin, die ein sehenswertes und informatives Besucherzentrum mit Ausstellungsraum, Rundweg und Informationstafeln eingerichtet hat. Hier können die Eindrücke der letzten Tage nochmals rekapituliert und mit Wissenswertem ergänzt und untermauert werden. Die verantwortliche Stiftung wird u.a. durch den schweizerischen Verein Freunde der Galapagos-Inseln unterstützt.

18. Tag (Mo): Zurück aufs Festland (Guayaquil)
Ein letztes Mal geniessen wir unser Frühstück in Puerto Ayora. Um den Mittag verlassen wir die Insel und fliegen zurück aufs Festland. Am Nachmittag Stadtführung durch Guayaquil, wo wir 1 Mal übernachten.

19.–20. Tag (Di–Mi): Von den Anden zu den Alpen
Wir lassen unsere Reise bei einem feinen Glas Wein auf einem Weingut Revue passieren. Anschliessend Fahrt zum Flughafen und Rückflug über Madrid in die Schweiz, wo wir am Abend des Folgetages landen.

Konzept und Leitung

Prof. Dr. Patricia Holm

Professorin für Ökologie

Patricia Holm war bis 2025 Professorin für Ökologie an der Universität Basel. Ihre Forschung und Lehre reichen von Fisch- und Meeresbiologie bis zu aktuellen Umweltfragen wie invasiven Arten und Mikroplastik.

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Reisedatum

27.11.2026 bis 16.12.2026

Dauer

20 Tage

Preis

ab/bis Zürich

CHF 15780.–

Zuschlag Einzelzimmer / Kabine

CHF 3280.–

Mindest-Teilnehmerzahl

12, maximal 14 Teilnehmende

Leistungen

  • Flüge Zürich – Quito – Coca (Amazonas) – Quito – Galapagos – Guayaquil – Zürich
  • Vollpension
  • 13 Übernachtungen in komfortablen Hotels und Lodges, 5 Übernachtungen in Kabinen auf Schiff
  • Bequemer Reisebus im Hochland, Schifffahrten im Amazonas und Galapagos
  • Ausflüge und Besichtigungen
  • Nationalparkgebühren und Bewilligungen
  • Qualifizierte Studienreiseleitung und Deutsch sprechende lokale Reiseleitung

Hinweise

Für diese Reise gelten besondere Annullationsbestimmungen: Annullationskosten 30 % ab Buchung.

Die Partner*innen unserer Alumni sind herzlich willkommen.

 

 

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