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Nordsudan - Unbekanntes Nubien

Unbekanntes Nubien

Das Rätsel der Schwarzen Pharaonen

Reiseprogramm

1. Tag (Do): Reise nach Khartum

Flüge mit Turkish Airlines von Zürich via Istanbul nach Khartum, Abflug gegen Mittag, Ankunft nach Mitternacht. 2 Übernachtungen in 5*-Hotel Corinhtia.

2. Tag (Fr): Khartum

Am Morgen Spaziergang zur Halbinsel Al Mogran, wo der Weisse und der Blaue Nil zusammenfliessen.Anschliessend bewundern wir im archäologischen Museum die Exponate der nubischen Kulturen und antiken Königreiche aus 6000 Jahren. Im Garten stehen die aus dem Nasser-Stausee geretteten Tempel von Thutmosis III. aus Semna-West, der Chnum-Tempel von Semna-Ost, ein Hatschepsut-Tempel aus Buhen und Säulen der berühmten Kathedrale von Faras. Am Abend haben wir voraussichtlich Gelegenheit, eine Zeremonie der Tanzenden Derwische zu sehen.

3. Tag (Sa): In die Wüste

Heute beginnt unsere Wüstenfahrt im Gelän­dewagen. Durch das Wadi Muqaddam und vorbei an vielen Akazienbäumen erreichen wir Karima und unser schönes, stilvolles nubisches Gästehaus am Fuss des Jebel Barkal. Jedes Zimmer hat ein eigenes Badezimmer und eine Veranda. 2 Übernachtungen.

4. Tag (So): Jebel Barkal, der heilige Berg

Wie ein Koloss steht der Jebel Barkal, der heilige Berg Nubiens aus rotem Sandstein, in der Wüste. Hier war die Residenz des Königreiches von Kusch, das einst bis nach Ägypten reichte. Wenn wir Lust haben, steigen wir frühmorgens hinauf und geniessen die überwältigende Aussicht. Anschliessend besichtigen wir den nach Karnak zweitgrössten ägyptischen Tempel, der in kuschitischer Zeit dem Amun von Napata geweiht war. Dann besuchen wir die Pyramiden und Tumuli von El Kurru. Die Malereien der Grabkammern zeigen deutlich das ägyptische Vorbild. Sie gehören zu den ältesten Königsgräbern im kuschitischen Reich (ca. 900 v. Chr.). In der Nähe liegt ein versteinerter Wald mit Hunderten von steinernen Baumstrünken.

5. Tag (Mo): Mittelalter in Old Dongola und nubische Dörfer

Durch die nubische Wüste mit Sanddünen und roten Steinblöcken gelangen wir nach Old-Dongola, dem Zentrum des mittelalterlichen Nubiens am Nilufer. Inmitten der riesigen Altstadt erhebt sich die Thronhalle der christlichen Könige, die später in eine Moschee umgewandelt wurde. Sehenswert sind die Granitsäulen zweier Kirchenruinen. Auf der Weiterfahrt gelangen wir zu wunderschönen Dörfern mit fantasievoll bemalten und dekorierten Hauswänden inmitten von Palmen und Sanddünen, wo der Islam nicht so streng ist und die Frauen sich gern mit den Besuchern unterhalten. Weiter geht die Fahrt zwischen Dünen und roten, vom Wind erodierten Felsen nach Tombos, wo wir erneut den Nil erreichen. Hier liegt mitten in einer prächtigen Felsszenerie unser Zeltdorf. 2 Übernachtungen im Zeltcamp.

6. Tag (Di): Der schönste Tempel Nubiens, Insel Sai

Nordwärts gelangen wir mit einer Fähre zur idyllischen Insel von Sai: Ruinen aus der Kerma Kultur, ein ägyptischer Tempel, christliche Siedlun­gen und ein türkisches Fort bezeugen die strate­gische Wichtigkeit seit Jahrtausenden. Wir überqueren den Nil auf Motorbooten. Auf der anderen Seite erwartet uns Soleb, der schönste und säulenreichste ägyptische Tempel in Nubien, reich geschmückt mit Hieroglyphen und Reliefs. Rückkehr nach Tombos.

7. Tag (Mi): Ziegelbauten und ein schwarzer Pharao

Eine besondere Überraschung bietet Sebu: Hunderte von prähistorischen und ägyptischen Felsgravuren blieben hier erhalten. Dann erreichen wir den 3. Nil-Katarakt, dessen Felsblöcke einst die Schiff­fahrt der Ägypter erschwerte. Weiterfahrt zu den markanten historischen Ziegelbauten von Kerma – einst Zentrum eines grossen Reiches und zeitweise unter ägyptischem Einfluss. Hier wurden nubische Herrscherstatuen gefunden. Ein Museum zeigt die interessanten Funde. Im Steinbruch von Tombos blieb eine 3000-jährige Statue von einem der schwarzen Pharaonen erhalten. Gegen Abend erreichen wir wiederum Karima, wo wir nochmals 2 Nächte im nubischen Gästehaus verbringen.

8. Tag (Do): Karima, Nil-Schifffahrt, Nuri

Der quirlige Markt von Karima bietet uns einen lebendigen Einblick in den Alltag. Dann geniessen wir eine Nilbootsfahrt und erfreuen uns an den schönen Sandufern und fruchtbaren Inseln. Wir er­reichen die Granitfelsen des 4. Ka­tarakts und den neuen Merowe-Stausee. Im Abendlicht sind die Pyramiden von Nuri besonders eindrücklich. Eine von ihnen wird dem grossen Herrscher Taharqa zugeschrieben.

9. Tag (Fr): Bayuda-Wüste – Meroe

Wir durchqueren die Bayuda-Wüste, die in einer riesigen Nilschlaufe liegt und von schwarzen vulkanischen Basaltkegeln geprägt ist. Unterwegs sieht man oft Nomaden mit Kamelen, die in kleinen Hütten bei den raren Wasserstellen leben. Im Wadi Abu Dom sind die Ruinen des Gha­zali Klosters zu sehen. Durch eine abwechslungsreiche Wüstenlandschaft mit Akazien erreichen wir Meroe, den Hö­hepunkt unserer Reise.
2 Übernachtungen im Camp in Meroe.

10. Tag (Sa): Weltkulturerbe Meroe

Wir lassen uns einen vollen Tag Zeit für das legendäre Meroe, seit 2011 Teil des UNESCO-Welterbes. Schon von weitem sind inmitten von Sanddünen zahlreiche Pyramiden zu sehen. Es gibt über 100 davon sowie viele dekorierte Opferkapellen, denn hier war neben Napata das bedeutendste Zentrum des Reiches. Stein-Reliefs erzählen aus dem Leben der seit 250 v. Chr. hier begrabenen Herrscher. Wir besuchen die Pyramiden, die Friedhöfe der Könige und Adeligen, den sog. Sonnentempel und die Residenzstadt mit dem Amuntempel, den königlichen Bädern und dem hellenisierenden Nymphäum. Grosse Schla­ckenhaufen weisen auf Eisenverarbeitung hin.

11.-12. Tag (So-Mo): Musawwarat und Naga

In einem hübschen Tal liegt Musawwarat es-Sufra. Diese gewaltige Anlage aus meroitischer Zeit mit Tempeln, Räumen, Gängen, Plattformen und Was­serreservoirs wurde später zu einem Pilgerzentrum, wie Tausende von Graffiti und zahlreiche Darstel-lungen des Löwengottes Apedemak zeigen. Die vielen abgebildeten Elefanten beweisen, wie wichtig diese Tiere damals waren. In der Nähe befindet sich der eindrucksvolle und nahezu vollständig erhaltene Löwentempel. Weiterfahrt zum ausgedehnten archäologischen Gelände von Naga. Hier erwarten uns der Löwentempel von Nataka­­mani und Amanitore mit exzellenten Reliefs, der Amuntempel mit seinen Widdersphingen und der berühmte römische «Kiosk». Gegen Abend erreichen wir Khartum, wo wir zum Abschiedsessen erwartet werden. Bis zum Abflug haben wir Zimmer im Hotel Corinthia zur Verfügung. Spät abends Fahrt zum Flughafen und Rückflug via Istanbul in die Schweiz, wo wir am nächsten Morgen ankommen.

Einsam und leicht vom Sand überdeckt, erheben sich Hunderte von Pyramiden in der Wüste, kaum ein Besucher weit und breit – hier erleben wir den archäologischen Reichtum dieses wundervollen Landes beinahe so wie einst die Archäologen vor 200 Jahren. Der Nordsudan ist absolut friedlich und bekannt für seine Sauberkeit. Eine erfahrene Agentur sorgt für einen angenehmen und sicheren Wüstenaufenthalt. Die einzigartige Sahara-Landschaft besteht aus Steppe, Wüste, Fels und dem Niltal mit seinen Katarakten. Auftakt bildet das Museum in Khartum mit kaum bekannten Schätzen, das einen eindrücklichen Überblick über die Jahrhunderte dauernde Kultur Nubiens gewährt. Unsere Route führt zu gepflegten Dörfern und archäologischen Höhepunkten wie den über hundert Pyramiden von Meroe (UN­ESCO-Welterbe), dem reliefgeschmückten Löwentempel von Naga, dem gewaltigen Ruinenfeld von Musawwarat es Sufra oder dem mächtigen Tempel beim heiligen Barkal-Berg. In Kerma haben Schweizer Grabungen unsere Kenntnisse dieser Kultur und ihrer Rolle in der Geschichte enorm erweitert.

12 Reisetage

03.12. - 14.12.2020 (Donnerstag bis Montag)

Preise

ab / bis Zürich

Einzelzimmerzuschlag

Visa inkl. Einholung

Mindest-Teilnehmerzahl: 6, maximal 14

Fr.

Fr.

Fr.

6900.–

1150.–

100.–

Leistungen

  • Flüge Zürich – Khartum – Zürich
  • Alle Eintritte, Vollpension (teilweise Picknick)
  • genügend Mineralwasser unterwegs
  • Fahrten in Geländefahrzeuge mit max. 3 Personen pro Wagen
  • 2 Nächte in der Zeltanlage bei Tombos
  • 4 Nächte im nubischen Gästehaus in Karima
  • 2 Nächte im fest installierten Zeltdorf in Meroe
  • 3 Nächte im Fünfsternhotel in Khartum
  • Klimaneutral durch CO2-Kompensation

Die studierte Ägyptologin und Islamwissenschaftlerin darf als Sudan-Pionierin bezeichnet werden. Bereits vor 15 Jahren leitete sie rhz-Reisen dorthin, damals noch unter recht vielen Strapazen. Sie freut sich, dass nun die Strassen ausgebaut wurden und unsere Sudan-Agentur mit komfortablen Zelthäusern auch den Schlafkomfort erheblich verbessert hat. Trotzdem fühlt sie sich hier jedesmal zurückversetzt in die grosse Zeit der Entdeckungen, da dank fehlendem Massentourismus die wunderschönen Monumente weitgehend unverändert in der Sandwüste stehen.

konzept & Leitung:

Dr. Sigrid Hodel - Hoenes

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Postfach
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