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Unbekanntes Nubien - Ägypten und Nordsudan

Unbekanntes Nubien

Das Rätsel der Schwarzen Pharaonen

Reiseprogramm

1. Tag (So): In die grösste Stadt der arabischen Welt

Flug nach Kairo und 1 Übernachtung.

2. Tag (Mo): Ägyptisches Museum

Am Vormittag besuchen wir das Ägyptische Museum, das weltgrösste Museum für altägyptische Kunst aus verschiedensten Epochen. Die Fülle an Exponaten ist überwältigend. Ein spezielles Augenmerk legen wir auf die Exponate der Epoche der kuschitischen Dynastie. Abends Flug nach Assuan und 2 Übernachtungen.

3. Tag (Di): Philae, Kalabasha und Elephantine

Wir besuchen den versetzten Isistempel von Philae auf der Insel Agilkia, der von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Anschliessend Ausflug zum Kalabasha-Tempel. Elephantine ist ein antikes Siedlungsgebiet auf einer Nilinsel, der zentrale Teil wird von zwei nubischen Dörfern eingenommen und im Süden befinden sich die archäologische Grabungsstätte und das Museum.

4. Tag (Mi): Abu Simbel

Über den hübschen Löwentempel im Wadi es Sebua reisen wir nach Abu Simbel. Mit seinen kolossalen Statuen, die Ramses II in den rötlichen Felsen hauen liess, ist Abu Simbel eine der eindrücklichsten nubischen Tempelanlagen. 1 Übernachtung.

5. Tag (Do): Willkommen im Sudan

Am Morgen überqueren wir mit der öffentlichen Fähre den Nassersee und fahren an die Grenze zum Sudan. Hier führt unsere Weiterreise durch das 200 m breite Niemandsland zum sudanesischen Grenzposten. Nach Erledigung der Grenzformalitäten werden wir von unserem sudanischen Begleitteam in Empfang genommen. Weiterfahrt nach Tombos.
2 Übernachtungen in einem Zeltdorf.

6. Tag (Fr): Nubiens schönster Tempel & Insel Sai

Wieder nordwärts gelangen wir mit einer Fähre zur idyllischen Insel Sai: Ein riesiges Gräberareal aus der Kerma-Zeit, Überreste eines ägytischen Tempels und christlicher Kirchen sowie ein türkisches Fort bezeugen die strategische Wichtigkeit seit Jahrtausenden. Wir überqueren den Nil auf Motorbooten. Auf der anderen Seite erwartet uns Soleb, der schönste und säulenreichste ägyptische Tempel in Nubien, reich geschmückt mit Hieroglyphen und Reliefs.

7. Tag (Sa): 3. Katarakt – Wadi Sebu – Kerma

Fahrt zum 3. Nil-Katarakt, dessen Felsblöcke einst die Schifffahrt der Ägypter erschwerten. Eine besondere Überraschung bietet Sebu: Hunderte von prähistorischen und ägyptischen Felsgravuren blieben hier erhalten. In der archäologischen Stätte von Kerma besichtigen wir die ehemalige Hauptstadt des 1. Königreiches von Kusch und ein kleines Museum, das u.a. interessante Funde nubischer Herrscherstatuen zeigt. Nach Möglichkeit steht ebenfalls der Besuch von Dukki Gel, wo 7 Statuen von Schwarzen Pharaonen im Jahr 2003 gefunden wurden, auf dem Programm. Am Abend erreichen wir Karima-Stadt. 4 Übernachtungen in einem nubischen Gästehaus.

8. Tag (So): Jebel Barkal, der heilige Berg

Jebel Barkal: Wie ein Koloss steht der heilige Berg Nubiens aus rotem Sandstein in der Wüste. Hier war die Residenz des Königreiches von Kusch, das einst bis nach Ägypten reichte. Wenn wir Lust haben, steigen wir frühmorgens hinauf und geniessen die überwältigende Aussicht. Anschliessend besichtigen wir den nach Karnak zweitgrössten ägyptischen Tempel, in kuschitischer Zeit dem Amun von Napata geweiht. Dann besuchen wir die Pyramiden und Tumuli von El Kurru. Die Malereien der Grabkammern zeigen deutlich das ägyptische Vorbild. Sie gehören zu den ältesten Königsgräbern im kuschitischen Reich (ca. 900 v. Chr.). In der Nähe liegt ein versteinerter Wald mit Hunderten von steinernen Baumstrünken.

9. Tag (Mo): Mittelalter in Alt Dongola

Durch die nubische Wüste mit Sanddünen und roten Steinblöcken gelangen wir nach Alt Dongola, das Zentrum des mittelalterlichen Nubiens am Nilufer. Inmitten der riesigen Altstadt erhebt sich die Thronhalle der christlichen Könige, die später in eine Moschee umgewandelt wurde. Sehenswert sind die Granitsäulen zweier Kirchenruinen. Auf der Weiterfahrt gelangen wir zu wunderschönen Dörfern mit fantasievoll bemalten und dekorierten Hauswän-den inmitten von Palmen und Sanddünen, wo der Islam nicht so streng ist und die Frauen sich gern mit den Besuchern unterhalten.

10. Tag (Di): Karima, Nil-Schifffahrt, Nuri

Der quirlige Markt von Karima bietet uns einen lebendigen Einblick in den Alltag. Dann geniessen wir eine Bootsfahrt auf dem Nil und erfreuen uns an den schönen Sandufern und fruchtbaren Inseln. Wir erreichen die Granitfelsen des 4. Katarakts und den neuen Meroe-Stausee. Im Abendlicht sind die Pyramiden von Nuri besonders eindrücklich. Eine von ihnen wird dem grossen Herrscher Taharqa zugeschrieben.

11. Tag (Mi): Bayuda-Wüste – Meroe

Wir durchqueren die Bayuda-Wüste, die in einer riesigen Nilschlaufe liegt und von schwarzen vulkanischen Basaltkegeln geprägt ist. Unterwegs sieht man oft Nomaden mit Kamelen, die in kleinen Hütten bei den raren Wasserstellen leben. Im Wadi Abu Dom sind die Ruinen des Ghazali Klosters zu sehen. Durch eine abwechslungsreiche Wüstenlandschaft mit Akazien er-reichen wir Meroe, den Höhepunkt unserer Reise.

12. Tag (Do): Weltkulturerbe Meroe

Meroe, seit 2011 Teil des UNESCO-Welterbes. Schon von weitem sind inmitten von Sanddünen zahlreiche Pyramiden zu sehen. Es gibt über 100 davon sowie viele dekorierte Opferkapellen, denn hier war neben Napata das bedeutendste Zentrum des Reiches. Stein-Reliefs erzählen aus dem Leben der seit 250 v. Chr. hier begrabenen Herrscher. Wir besuchen die Pyramiden, die Friedhöfe der Könige und Adeligen, den sog. Sonnentempel und die Residenzstadt mit dem Amuntempel, den königlichen Bädern und dem hellenisierenden Nymphäum. Grosse Schla-ckenhaufen weisen auf Eisenverarbeitung hin.

13. Tag (Fr): Al-Musawwarat es-sufra und Naga

Auf dem Weg nach Khartum: In einem hübschen Tal liegt Al-Musawwarat es-Sufra. Diese gewaltige Anlage aus meroitischer Zeit mit Tempeln, Räumen, Gängen, Plattformen und Wasserreservoirs wurde später zu einem Pilgerzentrum, wie Tausende von Graffiti und zahlreiche Darstellungen des Löwengottes Apedemak zeigen. Die vielen abgebildeten Elefanten beweisen, wie wichtig diese Tiere damals waren. In der Nähe befindet sich der eindrucksvolle und nahezu vollständig erhaltene Löwentempel. Im ausgedehnten archäologischen Gelände von Naga erwarten uns der Löwentempel von Natakamani und Amanitore mit exzellenten Reliefs, der Amuntempel mit seinen Widdersphingen und der berühmte römische «Kiosk». Am späten Nachmittag haben wir die Gelegenheit, in Omdurman die Derwisch-Zeremonie beim Hamed al-Nil-Mausoleum zu verfolgen. Am Abend erreichen wir Khartum. 2 Übernachtungen.

14. – 15. Tag (Sa-So): Khartum und Rückreise

Am Morgen Spaziergang zur Halbinsel Al Mogran, wo der Weisse und der Blaue Nil zusammenfliessen. Anschliessend bewundern wir im archäologischen Museum die Exponate der nubischen Kulturen und antiken Königreiche aus 6000 Jahren. Im Garten stehen die aus dem Nasser-Stausee geretteten Tempel von Thutmosis III. aus Semna-West, der Chnum-Tempel von Semna-Ost, ein Hatschepsut-Tempel aus Buhen und Säulen der berühmten Kathedrale von Faras. Bei Sonnenuntergang haben wir Gelegenheit, in Nord-Khartum ein traditionelles Nuba-Wrestling mitzuerleben. In der Nacht Flug via Istanbul in die Schweiz, wo wir am nächsten Morgen ankommen.

Einführung in unsere Reise ist ein Besuch des Ägyptischen Museums in Kairo. Es folgen Assuan und Abu Simbel mit seiner kolossalen Statuenfassade Ramses II. Im Sudan; kaum ein Besucher weit und breit, einsam und leicht vom Sand überdeckt, erheben sich Hunderte von Pyramiden in der Wüste. Hier erleben wir den archäologischen Reichtum dieses wundervollen Landes beinahe so, wie einst die Archäologen vor 200 Jahren. Unsere Route führt zu gepflegten Dör-fern und archäologischen Höhepunkten wie den Pyramiden von Meroe (UNESCO-Welterbe), dem reliefgeschmückten Löwentempel von Naga, dem gewaltigen Ruinenfeld von Al-Musawwarat as-sufra sowie dem mächtigen Tempel beim heiligen Barkal-Berg. Das Museum in Khartum gewährt uns mit kaum bekannten Schätzen einen eindrücklichen Überblick über die Jahrhunderte dauernde Kultur Nubiens.

konzept & leitung:

Dr. Sigrid Hodel-Hoenes

Die studierte Ägyptologin und Islamwissenschaftlerin darf als Sudan-Pionierin bezeichnet werden. Bereits vor 15 Jahren leitete sie rhz-Reisen dorthin, damals noch unter recht vielen Strapazen. Sie freut sich, dass nun die Strassen ausgebaut wurden und unsere Sudan-Agentur mit komfortablen Zelthäusern auch den Schlafkomfort erheblich verbessert hat. Trotzdem fühlt sie sich hier jedesmal zurückversetzt in die grosse Zeit der Entdeckungen, da dank fehlendem Massentourismus die wunderschönen Monumente weitgehend unverändert in der Sandwüste stehen.

15 Reisetage

29.11. - 13.12.2020 (Sonntag bis Sonntag)

Preise

ab / bis Zürich

Einzelzimmerzuschlag

Visa inkl. Einholung

Mindest-Teilnehmerzahl: 12, maximal 18

Fr.

Fr.

Fr.

7750.–

1150.–

130.–

Leistungen

  • Flüge Zürich – Kairo – Assuan, Khartum – Zürich
  • Alle Eintritte, Vollpension (teilweise Picknick)
  • genügend Mineralwasser unterwegs
  • Ägypten bequemer Bus, Sudan Geländefahrzeuge
  • Gute Mittelklasshotels in Ägypten
  • 2 Nächte in der Zeltanlage bei Tombos
  • 4 Nächte im nubischen Gästehaus in Karima
  • 2 Nächte im fest installierten Zeltdorf in Meroe
  • 2 Nächte im Fünfsternhotel in Khartum
  • Klimaneutral durch CO2-Kompensation
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