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Kunst, Kultur und Kulinarik in Südindien

Kunst, Kultur und Kulinarik in südindien

Genussvoll durch Tamil Nadu und Kerala

Reiseprogramm

1. – 2. Tag (Sa/So): An den Golf von Bengalen

Am Abend Flug über Muscat nach Chennai. Am Nachmittag des folgenden Tages Ankunft in der Hauptstadt des Bundesstaates Tamil Nadu. Fahrt zum Hotel in der Küstenstadt Mamallapuram.
3 Übernachtungen.

3. Tag (Mo): Steinmetzkunst in Perfektion

Mamallapuram, UNESCO-Weltkulturerbe, war die Hafenstadt des Pallava-Reiches (6. - 9. Jh.). Die Pallava-Architektur gilt als Anfang der typisch südindischen, drawidischen Tempelarchitektur, deren Einfluss bis nach Kambodscha und Java reichte. Wir besuchen den spektakulär gelegenen Küstentempel, das berühmte Felsrelief «Arjuna’s Penance», die 5 Rathas, kleine Tempel, die als Studienobjekte zur Tempelbaukunst dienten. Im Freilichtmuseum «Dakshina Chitra» lernen wir die Stilrichtungen südindischer Häuser kennen.

4. Tag (Di): Die Hauptstadt des Pallava-Reiches

Kanchipuram, ehemalige Hauptstadt des Pallava-Reiches, zählt zu den sieben heiligen Städten der Hindus. Der älteste, überwiegend aus Sandstein bestehende Kailasanatha-Tempel, wurde um 700 nach den in Mamallapuram entwickelten Prinzipien erbaut. Kanchipuram ist ein Zentrum der traditionellen Seidenweberei. Die luxuriösen, farbenfrohen Seidensaris sind Bestandteil der Aussteuer einer indischen Braut. Wir besuchen eine Webwerkstatt.

5. Tag (Mi): Stadt der Morgendämmerung

Besuch von Auroville, die Stadt der Morgendämmerung. 1968 als utopisches Paradies entworfen, in dem Menschen aller Nationen und Religionen friedlich zusammenleben. Wir erhalten Einblick in das Leben und die Arbeit der 2500 Bewohner aus 126 Nationen, die noch heute nach der Ideologie der Gründerzeit leben und werden in die geheimnisvolle Symbolik des indischen Tempeltanzes eingeführt. Am Abend Weiterfahrt nach Pondicherry und 2 Übernachtungen im CGH-Hotel «Palais de Mahé», gebaut im Stil einer französischen Kolonialvilla.

6. Tag (Do): Französisches Erbe in Pondicherry

Ein Rundgang führt durch das französische «weisse» Quartier von Pondicherry. Baumbestandene Strassen, meist noch französisch beschriftet, führen entlang schöner Kolonialvillen, der Uferpromenade, dem Hôtel de Ville, dem Gouvernement Park. Wir bewundern die Buntglasfenster der katholischen Basilika und besuchen den berühmten Sri Aurobindo Ashram. Machen Sie am Nachmittag eigene Entdeckungen. Am Abend schauen wir dem Küchenchef des CGH-Hotels «Maison Perumal», im tamilischen «schwarzen» Stadtteil gelegen, beim Kochen zu.

7. Tag (Fr): Der tanzende Shiva

In der heiligen Stadt Chidambaram soll Gott Shiva seinen Schöpfungstanz getanzt haben. Der Nataraja-Tempel, erbaut während der Chola-Dynastie im 9. Jh., ist dem tanzenden Shiva geweiht. Einer der Gopuras, der Tortürme, zeigt Darstellungen von 108 Hand- und Fussbewegungen und gilt als Lehrbuch des klassischen indischen Tempeltanzes. Weiterfahrt ins Dorf mit dem faszinierenden Namen «Gangaikondacholapuram». Der oft menschenleere Tempel zählt zu den sehenswertesten Stätten Südindiens. 2 Übernachtungen im CGH-Hotel «Mantra Koodam» in Kumbakonam, erbaut im Stil eines brahmanischen Dorfes.

8. Tag (Sa): Südindiens Handwerk

Wir besuchen den Tempel von Darasuram, ein selten besuchtes Kleinod aus der Chola-Zeit. Kumbakonam ist seit Jahrhunderten berühmt für die Herstellung von Bronzestatuen. Die Giesser arbeiten noch heute nach alten, genau festgelegten Regeln im Wachsausschmelzverfahren. Wir schauen ihnen bei der Arbeit zu. Am Abend verwöhnt uns der Küchenchef mit seiner Spezialität, einem Maharaja Thali. Lassen Sie sich überraschen!

9. Tag (So): Zeugnisse der Chola-Zeit

Er gilt als der schönste Tempel der Chola-Architektur, der Brihadishwara-Tempel in Thanjavur, zwischen dem 9. und 13. Jh. die Hauptstadt der Chola. Der monumentale Granittempel, UNESCO-Weltkulturerbe, wurde als Symbol unbegrenzter Macht erbaut. Anhand hochinteressanter Inschriften erfahren Sie, wie der Tempel und das soziale Leben damals organisiert und verwaltet wurden. Weiterfahrt in die Region Chettinad. 2 Übernachtungen im CGH-Hotel «Visalam».

10. Tag (Mo): Das Erbe der Chettinars

Die Chettinars, eine erfolgreiche Händlerkaste, zeigten ihren Reichtum mit dem Bau grossartiger Patrizierhäuser, viele davon leider verlassen. Man bemüht sich, das Kulturerbe zu erhalten. Herrenhäuser werden liebevoll restauriert und z.T. zu kleinen Hotels umgebaut. So auch unser Hotel Visalam. Schätze verlassener Paläste findet man in den zahlreichen Antiquitätenläden. Die Gegend ist berühmt für handgefertigte Kacheln, welche die Paläste schmückten. Wir besuchen einige Kunsthandwerker und eine Schule für junge Künstler. Die Schule hat es sich zum Ziel gesetzt, traditionelles Kunsthandwerk zu vermitteln und bewahren. Die Küche Chettinads gilt als die würzigste und aromatischste Indiens. Bei einer Kochvorführung lernen wir einige Rezepte kennen.

11. Tag (Di): Die Seele Südindiens

Der Tag ist der Stadt Madurai, der Seele Südindiens, gewidmet und wir besuchen das Gandhi Memorial Museum und anschliessend den riesigen Meenakshi-Tempel (UNESCO-Weltkulturerbe), dessen ca. 33'00 bunt bemalten Götterfiguren die mächtigen Gopurams, die Eingangstore, zieren. Der Tempel verdankt seine Bedeutung der Hochzeit zwischen Shiva und Parvati, hier als Meenakshi, die fischäugige Göttin, verehrt. Anschliessend lassen wir uns durch die geschäftigen Gassen und Märkte treiben. Abends erleben wir im Tempel die Zeremonie, wenn Shiva zu Meenakshi in ihr Schlafgemach gebracht wird. 1 Übernachtung in Madurai.

12. Tag (Mi): In die Cardamom-Berge

Wir besuchen den Tirumalai-Najak-Palast, im für Südindien ungewöhnlichen indo-islamischen Stil. Danach Weiterfahrt in die Cardamom-Berge, in den Bundesstaat Kerala. Kardamom und andere Gewürze sind die Haupteinnahmequelle der üppig grünen südlichen Westghats, auf einer Höhe von knapp 1000 m. Die aus lokalen Materialien erbauten, mit Elefantengras bedeckten Bungalows des CGH-Hotels «Spice Garden Thekkady» sind ein weiteres überzeugendes Beispiel der ökologischen Hotelkette.
2 Übernachtungen im «Spice Garden Thekkady».

13. Tag (Do): Abrahams Garten

Am Vormittag zeigt uns Abraham seinen exotischen, beinahe 60-jährigen Gewürz- und Kräutergarten. Hier erfahren wir auch, warum die Gegend «Kardamom-Berge» genannt wird. Am Nachmittag, bei einem geführten Rundgang, wird uns das vorbildliche Ökokonzept unseres Hotels erklärt. Eine Kochvorführung gibt Einblick in die gewürzreiche Küche von Kerala. Abends rundet eine Vorführung indischer Tempeltänze den Tag ab.

14. Tag (Fr): Keralas Backwaters

Durch Tee-, Gewürz- und Gummiplantagen fahren wir in die tropische, dschungelartige Gegend der Backwaters von Kerala. Am Vembanad Lake bei Kumarakom liegt unser paradiesisch gelegenes CGH-Hotel «Coconut Lagoon», welches nur per Boot erreichbar ist. Jedes Gästecottage eine Art Museum, verlassene Herrenhäuser aus den umliegenden Dörfern wurden vor dem Abriss gerettet und hier sorgfältig wiederaufgebaut. Wir erleben den Sonnenuntergang auf dem See, begleitet von Flötenmusik.
2 Übernachtungen am Vembanad Lake.

15. Tag (Sa): «Gottes eigenes Land»

Yoga am Seeufer als meditativer Einstieg in den Tag? Oder eine Führung durch das Vogelparadies? Auch dieses Hotel überzeugt durch seinen behutsamen Umgang mit der Natur. Wasseraufbereitung, Schmetterlingsgarten und die Zucht der kleinwüchsigen Vechoor-Kühe sind nur ein paar Beispiele dafür, die wir während einem Rundgang durch die Anlage kennenlernen. Nachmittags geniessen Sie den weitläufigen Garten oder gönnen sich eine Ayurvedamassage.

16. Tag (So): Tanz der Dämonen und Götter

Kochi, letzter Höhepunkt unserer Reise, besticht durch seine offene, multiethnische Bevölkerung und die Geschichte der Kolonialmächte und Kaufleute aus aller Welt, die hier ihre Spuren hinterlassen haben. Ein Rundgang führt uns zur Synagoge, zur ersten christlichen Kirche Indiens, zu holländischen Wohnhäusern, englischen Kolonialbauten, zum Geschäft einer Frauenkooperative und zu den berühmten chinesischen Fischernetzen. Abends erleben wir eine Kathakali-Vorführung, das typische Tanztheater Keralas, eine der ältesten Tanzformen Indiens. 2 Übernachtungen im CGH-Hotel «Brunton Boatyard».

17. Tag (Mo): Historisches Kochi

Wir besuchen das Folkloremuseum. Tausende von südindischen Objekten geben einen Eindruck der volkstümlichen Kultur Keralas. Allein schon das Gebäude dieses privaten Museums, erbaut im typischen Holzbaustil von Kerala, ist ein Besuch wert. Und wir staunen über die geschäftige Wäscherei, wo die Zeit scheinbar stehengeblieben ist. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung für eigene Entdeckungen. Am Abend, rechtzeitig zum Sonnenuntergang, unternehmen wir eine Bootsfahrt durch den Hafen von Kochi.

18. Tag (Di): Abschied von Südindien

Rückflug ab Kochi über Muscat nach Zürich.

«Gottes eigenes Land» wird Kerala genannt. Kokoshaine, Reisfelder, grüne Hügel, Regenwald, Tee, Gewürze, Seen, Flüsse, die «göttlichen» Naturschönheiten Keralas. Tamil Nadu, die Wiege der drawidischen Kultur, beeindruckt durch spektakuläre Tempelanlagen und Paläste. Die beiden südlichsten Bundesstaaten Indiens sind drawidischen Ursprungs und haben wenig gemeinsam mit dem Norden des Landes. Traditionelles Kunsthandwerk, Musik und Tänze werden noch heute gelebt und sind Schwerpunkte der Rundreise. Meist logieren Sie in CGH-Earth Hotels. In einem Land, wo betreffend Umweltschutz noch viel zu lernen ist, sind die kleinen, ökologischen Hotels ein lobenswertes Vorbild und überzeugen auch architektonisch: umgebaute Herrenhäuser, Paläste, eine Bootswerft oder traditionell gebaute Bungalows. Die Küchenchefs zelebrieren die berühmte südindische Küche ihrer jeweiligen Region. Geniessen Sie diese – auch kulinarische – Rundreise.

konzept & leitung:

Britta Nydegger

Britta Nydegger ist studierte Touristikfachfrau und ausgebildete Reiseleiterin. Nach ihrer Weiterbildung in Literatur-, Kunst- und Architekturgeschichte an der Universität St. Gallen führt sie u.a. durch die Stiftsbibliothek und das Textilmuseum St. Gallen. Die Kultur, Architektur und die Religionen Indiens und Sri Lankas, wo sie mehrere Jahre gelebt hat, faszinieren sie seit Jahrzehnten. Bei dieser Rundreise zeigt sie Ihnen ein eher unbekanntes Indien, den Süden mit der einzigartigen tamilischen Kultur und Lebensweise. Als begeisterte Hobbyköchin freut sie sich, Sie auch in die kulinarische Welt Südindiens zu «entführen».

18 Reisetage

23.01. - 09.02.2021 (Samstag bis Dienstag)

Preise

ab / bis Zürich

Einzelzimmerzuschlag

Visum inkl. Einholung

Mindest-Teilnehmerzahl: 12, maximal 20

Fr.

Fr.

Fr.

6390.–

1790.–

80.–

Leistungen

  • Linienflug Zürich – Chennai / Kochi – Zürich
  • Bequemer Bus, alle Eintritte
  • Übernachtungen vorwiegend in CGH Earth Hotels
  • 25 Hauptmahlzeiten mit einigen Spezialitäten-Essen
  • Klimaneutral durch CO2-Kompensation
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